Bad Bergzabern Alfred-Grosser-Schulzentrum feiert besonderes Jubiläum
Kaum hatte Kerstin Ellerwald im Dezember 2023 ihre neue Stelle an der Realschule plus im Alfred-Grosser-Schulzentrum in Bad Bergzabern angetreten, hatte Pete Allmann vom benachbarten Gymnasium sie bei der Begrüßung schon auf das große Jubiläumsjahr angesprochen. Auf die Feierlichkeiten, die jetzt, gut anderthalb Jahre später, bevorstehen.
So ein Programm, das über das Jahr verteilt abwechslungsreich gestaltet werden soll, bedarf eben einer langen Planung. Zumal sich beide Schulleiter davon mehr als ein geselliges Beisammensein und Rückblicke versprechen. „Wir möchten eine Aufbruchstimmung erzeugen“, sagen Allmann und Ellerwald. Denn Schule sei mehr als nur ein Ort, an dem Lernstoff gepaukt wird. Es werden Menschen geprägt, für die es wichtig sei, gerade in dieser aufgrund der Krisen herausfordernden Zeit ins Gespräch zu kommen.
Erinnerung an die Lateinschule
Auch dazu dient die große Fete, bei der die Realschule plus und das Gymnasium an die Lateinschule erinnern, die vor 500 Jahren in Bad Bergzabern gegründet wurde. Die ist der Ursprung ihres Schulzentrums, das nach einigen Unterbrechungen, etwa in der Zeit der Französischen Revolution, in den 70er-Jahren entstand. Die Lateinschule bereitete die Schüler zwar auf den Besuch der Landesschule in Hornbach vor, vermittelte aber auch jungen Menschen, die einen anderen Weg anstrebten, eine weitergehende Bildung.
Allein schon durch die Gemeinsame Orientierungsstufe (GOS) in den Klassen 5 und 6 sind Realschule plus und Gymnasium stärker miteinander vernetzt als anderswo im Land. Und zusätzlich zu ihren Jobs sind Ellerwald und Allmann und ihr jeweiliges Kollegium als Eventplaner gefragt. Es gehe unter anderem darum, für die Festlichkeiten genügend Tische und Bänke aufzutreiben und andere organisatorische Dinge zu erledigen. Dabei werden auch Vereine angeschrieben, um Hilfe zu bekommen. Wie Allmann berichtet, ist man im Schulzentrum froh darüber, Unterstützung von zahlreichen Menschen zu bekommen, die zum Teil selbst vor Ort die Schulbank drückten. Aktuell haben die beiden Einrichtungen zusammengerechnet 2000 Schüler.
Das Outfit steht
Für das Jubiläumsjahr haben sich beide Schulen einiges einfallen lassen. T-Shirts mit dem eigens für das Jubiläum entworfenen Logo sind da, sie werden nach den Ferien in Umlauf gebracht. Neben dem Outfit werden dann auch Jubiläumsdubbegläser verfügbar sein. Und das Programm steht auch schon so weit, dass es sicher aus viel Musik sowie zwei außergewöhnlichen Schulwochen bestehen wird.
Den Auftakt bildet dabei das Festkonzert, zu dem für 21. Juni in die Abteikirche St. Peter und Paul in Weißenburg sowie tags darauf in die Bad Bergzaberner Marktkirche eingeladen wird. Als zentrales Werk der Konzerte erklingt Mozarts Krönungsmesse. Musikalisch geht es Ende Juni weiter, wenn die Jazzcombo des Gymnasiums unter der Leitung von Theodor Schmidt ihr 25-jähriges Bestehen feiert.
Was die Schüler auf die Beine stellen
Nach Fronleichnam steht eine Projektwoche auf dem Plan, die im Zeichen des Jubiläums steht. So wird es unter anderem einen Podcast mit Zeitzeugen und ein Playmobil-Video zum Thema „Schule damals, Schule heute“ geben, es werden Zeitkapseln für die kommenden 500 Jahre entwickelt und eine deutsch-lateinische Komödie einstudiert.
Die Ergebnisse werden dann beim Schulfest am 30. August präsentiert, am Tag nach dem Festakt im Haus des Gastes. Den Abschluss dieses Festwochenendes bildet dann die Ehemaligen-Matinee mit Selbstversorgerpicknick, bei der die Aula und der Pausenhof bestuhlt sein werden. Foodtrucks wird es ebenso geben wie Musik.
Musical zum Abschluss
„Apfelkom(p)lott“ nennt sich das deutsch-französische Musical, das die GOS zusammen mit den Musik- und Bläserklassen der Realschule plus und Fachoberschule auf die Beine stellt. Aufgeführt wird das Stück am 5. und 6. September.
Nennenswert ist zudem die Baumpflanzaktion, mit der Schüler auf einem städtischen Grundstück in der Nähe des Schulzentrums einen ökologischen Fußabdruck zum Jubiläum hinterlassen möchten. Als Tiny Forest, zu Deutsch Mini-Wald, bezeichnet man diese Baumplantage, die auf die Idee eines Japaners zurückgeht. Es sollen auf einer überschaubaren Fläche rund 500 Zukunftsbäume gepflanzt werden.