Kreis Südliche Weinstraße Abhilfe bei Windeln

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Das neue Abfallwirtschaftskonzept sorgt für erheblichen Unmut. Bedenken gibt es wegen der Biotonne und deren Abfuhrrhythmus von zwei Wochen. Das sei zu lang und werde zu unappetitlichen Zuständen in den Tonnen führen, so die Kritik. Dazu erklärte Ulla Eder, Sprecherin der Kreisverwaltung, dass der Müll auch bisher nur alle zwei Wochen abgefahren worden sei und gerade die bedenklichen Essensreste wie Fleisch wohl immer schon in der Restmülltonne gelandet seien, da kaum jemand Ratten in seinem Komposthaufen haben wolle. „Da hat sich also nichts geändert.“ Was die kritischen Sommermonate mit Hitze und Maden betrifft, wolle der Kreis erst mal die Entwicklung beobachten. Eder wollte nicht ausschließen, dass eventuell wie in Pirmasens die braune Tonne wöchentlich geleert wird. „Da ist nicht alles in Stein gemeißelt. Wir sind flexibel.“ Ganz wichtig sei, dass die Biotonne erst ab dem 1. Januar befüllt werden dürfe. Eine Änderung werde es auch für Familien mit kleinen Kindern oder pflegebedürftige Menschen geben, die wegen der Windeln mehr Müll produzieren. Auf keinen Fall dürften Windeln auf den Kompost geworfen werden, betonte Eder. In der Kreisverwaltung werde derzeit eine Verbesserung für Haushalte erarbeitet, in denen Windeln anfallen. Wie die aussehen wird, wollte sie noch nicht verraten. Aber noch vor dem 1. Januar werde hier reagiert. Einen kostenlosen Windelsack wie dereinst werde es jedoch nicht mehr geben. Der Windelsack sei damals über den Kreishaushalt finanziert worden, was inzwischen nicht mehr möglich sei wegen des defizitären Haushalts. Eine Finanzierung über den Müllgebührenhaushalt sei verboten, da niemand bevorteilt werden dürfe. Eine Ermäßigung für kinderreiche Familien mit erhöhtem Müllaufkommen könne es generell nicht geben und habe es auch bisher nicht gegeben. „Wer viel Müll produziert, muss auch mehr zahlen.“ Eder verweist auf das insgesamt gestiegene Müllvolumen durch die Biotonne. Nach Abzug des Biomülls, Papiers und Gelben Sack werde nur noch wenig an Restmüll übrig bleiben. (kka)

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