Kreis Südliche Weinstraße Abhören im Weinkeller

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„Der siebte Oktober war da und ich war Weinprinzessin“, strahlte Annalena Götz aus Schweigen-Rechtenbach. Seit rund eineinhalb Jahren wohnt die bei Stuttgart geborene 20-jährige in Schweigen-Rechtenbach und macht im Weingut Fritz Becker eine Lehre zur Winzerin. Im Bürgerhaus in Schweigen gab die Bauern- und Winzerschaft einen Empfang für die Weinhoheit.

Viele Hoheiten und Bürger wurden vom Vertreter der Bauer- und Winzerschaft, Michael Gnägy, begrüßt. Darunter die Pfalz-Weinkönigin Anastasia Kronauer und die Weinprinzessinnen Daniela Wisser, Katharina Weisbrodt und Nicole Fredrich. „Die Initialzündung, mich zu bewerben, kam von meinem Betrieb Friedrich Becker, da wurde ich im Weinkeller dann immer abgefragt, damit ich fit bin für die Befragung von der Jury“, erzählte Annalena Götz, die 2017 ihre Lehre abschließen wird. Die ersten offiziellen Termine habe sie schon hinter sich, es mache Spaß, und sie erfahre viel Unterstützung, sagt die junge Frau, die in ihrer Freizeit Fußball in Bad Bergzabern spielt. Ihr ganz besonderer Dank galt ihren Eltern: „Ihr habt mitgefiebert, alles organisiert und seid immer für mich da.“ Es schön, in diesem Jahr gleich zwei Prinzessinnen als Botschafterin für den Wein an der Südlichen Weinstraße zu haben, freute sich Erster Kreisbeigeordneter Marcus Ehrgott (CDU). Das Amt sei Annalena Götz ja nicht in die Wiege gelegt worden, als sie „über den Rhein“ nach Schweigen-Rechtenbach in das renommierte Weingut Becker gekommen sei. „Wir sind alle sehr stolz, eine Weinprinzessin in der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern zu haben, es war eine besondere Entscheidung, Winzerin in Schweigen-Rechtenbach zu werden“, so Verbandsbürgermeister Hermann Bohrer. Ihre Eltern würden ja „noch“ bei Stuttgart leben, aber er habe deren Liebe und Sympathie für die Südpfalz gespürt, so Bohrer augenzwinkernd zum vielleicht künftigen Wohnsitz der Eltern. „Herzlichkeit, Freundlichkeit und Niveau zeichnen unsere Gemeinde aus“, war das Lob von Ortsbürgermeister Dieter Geißer, der diese Eigenschaften auch Annalena Götz attestierte. Der Gemeinde tue sie sehr gut, der Tourismus und der Wein würden gestärkt. Die Winzer könnten sich glücklich schätzen, so Geißer, der auch die ehemalige Weinprinzessin, Caroline Geißer, begrüßte, die die Gemeinde 2013 und 2014 vertreten hatte. Erstmals wurden alle Pfälzischen Weinprinzessinnen mit einem Ring aus dem Atelier für Goldschmiedekunst Schleuning in Landau beschenkt. Das Wort „Prinzessin“ aus Silber geformt umschlingt jetzt die Finger der Hoheiten. „Eine kleine Krone vor dem P signalisiert, das es Pfälzische Weinprinzessinnen sind“, erklärte Thomas Schleuning bei der Übergabe im Bürgerhaus. Für Unterhaltung sorgten der Südpfälzer Männerchor und der Gesangverein Eintracht Rechtenbach. |pfn

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