Kreis Südliche Weinstraße Abgasfrei durch die Kurstadt

Stadtwerke-Geschäftsführer Christian Müller und seine Kollegin Sandra Harsch machen den neuen E-Golf für den ersten Kunden start
Stadtwerke-Geschäftsführer Christian Müller und seine Kollegin Sandra Harsch machen den neuen E-Golf für den ersten Kunden startklar.

35.000 Euro hat der neue E-Golf die Stadtwerke gekostet. „Er hat ein Automatikgetriebe und lässt sich fahren wie ein ganz normaler Golf“, sagt Christian Müller. Allerdings ist der Wagen gedrosselt, mehr als 150 Stundenkilometer sind nicht drin. Vom Hersteller wird eine Reichweite von 300 Kilometern mit voll aufgeladener Batterie angegeben. Das bezweifelt Müller. „Es sind so 150 bis 200 Kilometer, je nach Fahrweise“, versichert der Stadtwerke-Geschäftsführer, der das Fahrzeug ausgiebig getestet hat. Zunächst auf drei Jahre ist das Carsharing-Modell angelegt. „Wir haben uns ein einfaches System überlegt. Hauptsächlich geht es uns darum, mehr Werbung für die E-Mobilität zu machen“, sagt Müller. Interessenten können das Auto bei den Stadtwerken abholen, „vollgetankt“ natürlich. Die Buchung ist telefonisch oder online möglich. Auf der Homepage gibt es unter „Carsharing“ auch einen Buchungskalender mit einem Überblick über noch freien Tage. Wer das Auto ausleihen möchte, muss zunächst eine einmalige Anmeldegebühr von 19,95 Euro entrichten. Bis zum 31. Januar kommenden Jahres entfällt die Anmeldegebühr. Die Nutzungskosten setzen sich aus Zeit- und Kilometerkosten zusammen. An Werktagen zwischen 8 und 16 Uhr beträgt die Gebühr für vier Stunden 15 Euro, für acht Stunden 30 Euro. Wer das Auto über Nacht behalten will, muss 20 Euro Nachtgebühr bezahlen. Am Wochenende wird eine Pauschale von 75 Euro fällig. In den Nutzungskosten sind Versicherung und Stromkosten – an Ladesäulen der Stadtwerke – sowie Mehrwertsteuer bereits enthalten. Pro gefahrenem Kilometer werden 18 Cent fällig. Für Stromkunden der Stadtwerke wird es mit 13 Cent etwas günstiger. Müller empfiehlt allen Nutzern, sich vor der geplanten Spritztour über die Standorte von Ladestationen zu informieren, falls man mehr als die besagten 150 bis 200 Kilometer fahren möchte. An der Haussteckdose dauert es bis zu 15 Stunden, bis der Wagen komplett aufgeladen ist. „Es gibt eine App, bei der man alle Standorte von Schnellladestationen erfahren kann“, so Müller. In der Kurstadt werden die Stadtwerke im kommenden Jahr drei Ladestationen errichten: auf dem Parkplatz am Schloss, am Eingang zum Kurpark und auf dem Parkplatz hinter der VR-Bank. „Ich bin natürlich gespannt, wie unser Carsharing angenommen wird“, sagt Müller. Er kann sich vorstellen, dass das Angebot auch für Urlauber interessant ist, die einen Ausflug ins Umland planen. Deshalb will er Kontakt mit dem Büro für Tourismus aufnehmen, damit auch dort auf das Carsharing-Projekt hingewiesen wird. Info www.stadtwerke-bza.de

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