Kreis Südliche Weinstraße 84 „seriöse“ Kunden in der Datei

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Die ZAS ist das Dach, unter dem sich in Trägerschaft des evangelischen Diakonissenvereins und der protestantischen Kirchengemeinde Bad Bergzabern unterschiedliche Angebote vereinen: unter anderem das seit 2004 bestehende Seniorenbüro und wöchentliche Veranstaltungen mit Vorträgen und Spieleangeboten und bald die neue Dienstleistungsagentur mit Servicetelefon. Bisher war die ZAS im Haus der Familie untergebracht, ab 15. November wird sie ein Büro im „Haus am Schloss“, dem ehemaligen Kreisaltenheim, das die ökumenische Sozialstation Annweiler-Bad Bergzabern gekauft hat, beziehen. „Mit der neuen Dienstleistungsagentur wollen wir ein zusätzliches professionelles Angebot machen für Senioren, aber auch für Menschen, die Hilfe brauchen“, sagt der Seniorenreferent des Dekanats, Rainer Brunck. Konkret: Waschen, putzen, kochen, Hausmeistertätigkeiten und Vieles mehr kann gebucht werden. Für 15 Euro in der Stunde. Dafür werden in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit je nach Bedarf noch bis zu drei Kräfte mit einer halben Stelle beschäftigt werden. Larissa Dyck wird die Anfragen bearbeiten, dazu gehört auch ein kostenloser Erstbesuch, um den Bedarf festzustellen. Nicht tätig wird die Dienstleistungsagentur bei Menschen, die Bezüge für eine Pflegestufe bekommen. „Ich kam 1993 aus Kasachstan nach Bad Bergzabern und habe 16 Jahre in der Pro Seniore gearbeitet“, erzählt die neue Koordinatorin, die selbst mit anpackt. Einer 96-jährigen Dame hilft sie zweimal pro Woche im Haus. Weiterhin bestehen wird das Seniorenbüro, in dem Ehrenamtliche arbeiten. An diesem Morgen ist es Irma Zaucker, die von 10 bis 12 Uhr Telefondienst hat. Und das seit acht Jahren, manchmal sogar zweimal pro Woche. Und sie hilft mit, die wöchentlichen Veranstaltungen der ZAS zu koordinieren. Das heißt Kaffee kochen, Kuchen organisieren, Spiele anbieten und mitspielen. „Ich war als Bezirksleiterin im Außendienst bei einer großen Firma viel unterwegs, da war ich dann mit nur Freizeit nicht zufrieden“, erzählt die 70-Jährige. Als sie in Rente gegangen sei, habe sie zunächst ein Jahr lang Bücher gelesen und dann beschlossen, etwas zu tun. Nach jetzt acht Jahren Seniorenbüro kann sie Bände erzählen über Anrufer, die auch schon mal eine attraktive Frau oder eine Wohnung suchen. 84 „seriöse“ Kunden sind in der Kartei des Seniorenbüros, deren Wünsche sie wöchentlich aufnimmt und mit den Fahrern des Seniorenmobils koordiniert. Im Laufe von zehn Jahren sind weit mehr als 13.000 Fahrten zusammen gekommen. Das Telefon klingelt. „Sie möchten zum Supermarkt? Dann halten sie sich bitte um 14 Uhr bereit“, erklärt sie der Anruferin. „Man glaubt nicht, wie viele Leute einsam sind“, ist ihre traurige Bilanz. Arztbesuche, Einkaufen oder Fahrten zur Bank stehen unter anderem auf dem Fahrplan von Hermann Hirschfelder, einem Fahrer der ersten Stunde, Peter Bevier, Walter Trump und Heinz Hagenkötter, der ganz neu dabei ist. „Da muss ich mich jetzt erst schlau machen“, sagt sie zum Fall einer sehr alten Dame, die sie als Nachlassverwalterin einsetzen will. Der Grund: Ihr Sohn kümmert sich nicht um sie und hebt zusätzlich Geld von ihrem Konto ab. Irma Zaucker kann diese Aufgabe nicht übernehmen, aber vielleicht weiterhelfen. Das Telefon klingelt wieder. Eine Kundin, die wegen ihrer Behinderung nicht aus dem Haus kann. Der Fahrer holt die Einkaufsliste und besorgt ihr ds Gewünschte. Die Telefondienste im Seniorenbüro teilt sich Irma Zaucker mit Barbara Büren, Erika Hagenkötter und Irmgard Terres. „Wir würden uns über weitere Ehrenamtliche sehr freuen“, sagt sie. Nicht nur für den Telefondienst, auch für ehrenamtliche Besuche zu einem Spaziergang, einer Kaffeeplauderei oder der Hilfe beim Ausfüllen von Formularen. Künftig werden Anrufer mit den Worten „Hallo, hier ist das ZAS-Büro Rat und Tat, was können wir für Sie tun?“, begrüßt. Info —Wer ehrenamtlich helfen will oder Hilfe braucht, kann sich unter Telefon 06343 9390888 melden. —weitere Infos: www.kirche-bza.de |pfn DOPPELTERZEILENUMBRUCH

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