Kreis Südliche Weinstraße Über Fusion wird im Oktober abgestimmt

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Die Ecksteine auf dem Weg zur Fusion der VR-Bank Südlichen Weinstraßen mit der VR-Bank Dahn sowie der Raiffeisenbank Herxheim zur „VR-Bank Südliche Weinstraße – Wasgau eG“ sind gesetzt. Die Raiffeisenbank Herxheim wird als Zweigniederlassung firmieren. Darüber informierte Marco Kern, seit fünf Monaten Vorstandsvorsitzender der VR-Bank SÜW, am Mittwochabend bei seiner ersten Vertreterversammlung im Haus des Gastes in Bad Bergzabern.

Kern konnte eine positive Bilanz für 2015 vorlegen. „Unsere Bank blickt erneut auf ein ausgesprochen positives Geschäftsjahr zurück. Das ist in unserer Branche im aktuellen Wettbewerbsumfeld nicht selbstverständlich“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Eine aus der Sicht der Kunden weitere wichtige Nachricht hatte Kern: 2016 wird keine Filiale schließen. Kern berichtete, dass nach den einstimmigen Voten in den Vorständen und Aufsichtsräten der drei beteiligten Banken die Vertreter- und Generalversammlung im Oktober über den Verschmelzungsvertrag beschließen werden. Die Vertreterversammlung der VR-Bank SÜW wird sich am Freitag, 7. Oktober, mit der Fusion befassen und nach dem „Stimmungsbild“ am Mittwochabend wohl zustimmen. Die Fusion soll zum 1. Januar 2017 erfolgen. Marco Kern und sein Vorstandskollege Wolfgang Faber dazu: „In den regelmäßigen Gesprächen zwischen den Vorständen zeigt sich, dass wir ein gemeinsames Ziel haben und sehr ähnliche Vorstellungen darüber, wie wir es erreichen wollen.“ Kern und Faber sind davon überzeugt, dass durch den geplanten Zusammenschluss dreier starker Partner eine Bank entstehe, die aufgrund ihrer Größe und ihres Marktauftritts für die zukünftigen Anforderungen des Wettbewerbs und des Gesetzgebers bestens gerüstet sei. Nach den Ja-Worten zur „Bankenhochzeit“ sieht der Zeitplan im April 2017 die Eintragung in das Genossenschaftsregister vor und einen Monat später soll die technische Zusammenführung erfolgen. Wichtig ist für Kern, der die bisherigen Verhandlungen chronologisch auflistete, dass die Mitarbeiter auch nach der Fusion nicht als Kostenfaktor, sondern als Aktivposten gesehen werden. So werde es auch keine betriebsbedingten Beendigungskündigungen geben. Künftig werde es eigene Mitgliederversammlungen in Herxheim und Dahn geben. Sitz der neuen Bank wird Bad Bergzabern sein. Aufsichtsrat und Vorstand werden sich anfänglich aus dem Additionsmodell zusammensetzen, mit dem Ziel einer deutlichen Reduzierung. Klar ist, dass Marco Kern auch Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Südliche Weinstraße – Wasgau eG sein wird. Im größeren Verbund wächst die Bilanzsumme auf 1,2 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die VR Bank SÜW hat eine Bilanzsumme von 685 Millionen Euro. Kern nannte weitere Argumente für die Fusion: die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, Regulatoren wie Anlegerschutz, IT-Sicherheit, fortschreitende Digitalisierung oder Anforderungen an die Eigenkapitalbildung. Wenn drei Geldhäuser zu einer starken Genossenschaftsbank verschmelzen, würden Leistungsfähigkeit gesteigert und Arbeitsplatzattraktivität verbessert. Die Bilanzsumme der VR-Bank SÜW hat sich 2015 gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Prozent (48 Millionen Euro) auf 685 Millionen Euro erhöht. Die Gesamteinlagen sind um 3,6 Prozent oder 18 Millionen Euro auf 512 Millionen Euro gestiegen. Im Ergebnis liegt der Jahresüberschuss mit 1,7 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau. Davon werden 600.000 Euro den Rücklagen zugewiesen. Aufsichtsratsvorsitzender Hartmut Hildebrandt bescheinigte der Geschäftsführung, ihre Aufgaben 2015 ordnungsgemäß erfüllt zu haben. Die Prüfung durch den Genossenschaftsverband habe keine Beanstandungen erbracht. Die turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder Bernd Malysiak (Bad Bergzabern) und Thomas Weiter (Barbelroth) wurden von den 152 anwesenden Vertretern mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt. Zusätzlich gewählt wurde Yvonne Zimmermann (Kapsweyer), die schon von 2009 bis 2015 dem Gremium angehörte. (som)

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