Quirnbach Zum Tode von Hugo Nicolai: Ein Macher mit Heimatliebe und großem Herzen
Am Freitag, 10. Januar (15 Uhr), werden Familie, Freunde, Weggefährten Abschied nehmen von einem Mann, dessen immense Verdienste um seine Heimatgemeinde unstrittig sind. Nicolai war Quirnbacher mit Herz, Leib und Seele, wenngleich zwei wichtige Stationen auf seinem Lebensweg außerhalb lagen: Das Licht der Welt erblickt hat er im Juni 1936 in Homburg. Und um sein privates Glück zu finden, hat er in ein Nachbardorf pilgern müssen: Ehefrau Christel stammt aus Steinbach.
Das Paar hat einem Sohn und drei Töchtern das Leben geschenkt, sechs Enkel- und drei Urenkelkinder schauen nun mit ihnen zurück auf das Lebenswerk eines „Machers“ erster Güte. Wie sich mit Energie, Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit etwas erreichen lässt, hat Nicolai zur Genüge beweisen. Zum Handwerker berufen, hat er es zunächst als Elektroinstallateur zu Meisterehren gebracht. Damit aber nicht genug: Er legte fleißig nach und erwarb noch einen zweiten Meisterbrief, um fortan im Sanitärhandwerk ebenfalls auf hohe berufliche Weihen zu verweisen. Folgerichtig hat er sich aufs Unternehmerparkett gewagt. Neben der eigenen Installationsfirma unterhielt Nicolai noch ein Küchenstudio.
Enge Verbundenheit zum Handwerkswesen spiegelte sich auch in seinem berufsständischen Wirken. So mischte er auf Führungsebene der Kreishandwerkerschaft mit, war Arbeitgebervertreter im maßgeblichen Gremium der AOK und marschierte in seinem ureigenen Metier als Obermeister der Elektroinnung voraus.
Leidenschaften: Gesang, Fußball und Kommunalpolitik
Derart beruflich eingespannt, ist es umso verwunderlicher, wie Hugo Nicolai auch in puncto Freizeitvergnügen noch Führungsrollen übernehmen konnte. Musik, speziell Gesang, und Sport (vor allem Fußball), galten als seine Leidenschaften. Im „Liederkranz“ war er lange Jahre Vereinschef, im Sportverein Stellvertretender Vorsitzender und Ausschussmitglied – neben weiteren Verpflichtungen, die er im Vereinswesen so stemmte.
Damit jedoch noch immer nicht genug: Hugo Nicolai – ein meinungsstarker, konsequent agierender Mann mit Prinzipien – ritt darüber hinaus ein mit besonderer Verantwortung verbundenes Steckenpferd: Er hatte sich der Kommunalpolitik verschrieben und gestaltete die Geschicke seines geliebten Heimatorts maßgeblich mit – als Ratsmitglied und von 1985 bis 2004 als Ortsbürgermeister.
Außergewöhnlichstes Verdienst: An Wiederbelebung und folgendem rasantem Aufstieg eines Publikumsmagneten namens Quirnbacher Pferdemarkt hielt er die größte Aktie. All das fand denn auch Ausdruck in der höchsten von vielen Ehrungen, die Hugo Nicolai zuteil wurden: 2009 durfte der Quirnbacher mit berechtigtem Stolz die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz in Empfang nehmen.