Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Winterbilanz: „Bepas“ bringen nach Holperstart Qualität auf den Rasen

Hat sein Engagement beim TuS Bedesbach-Patersbach bislang nicht bereut: Spielertrainer David Becker (rechts).
Hat sein Engagement beim TuS Bedesbach-Patersbach bislang nicht bereut: Spielertrainer David Becker (rechts).

Urlaub ade! Die Fußballschuhe werden beim TuS Bedesbach-Patersbach wieder ausgepackt. Wobei zunächst wohl eher die Laufschuhe Vorrang haben.

Jedenfalls ruft TuS-Spielertrainer David Becker seine Spieler wieder zur Vorbereitung zusammen. Und es geht mit einer vielversprechenden Ausgangslage in die zweite Halbserie. Obwohl die „Bepas“ ihre Zeit brauchten, um in der Bezirksliga Westpfalz anzukommen.

Im Sommer trat David Becker in große Fußstapfen. Denn vor ihm prägte Thomas Löber jahrelang den Fußball der Blau-Weißen. Aber der TuS Bedesbach-Patersbach war für Becker kein unbekanntes Pflaster. Denn sein Bruder Felix kickt schon lange für den TuS. „Ab Tag eins war es ein sehr harmonisches Arbeiten“, blickt der Spielertrainer erfreut zurück. Und obendrein handelt es sich bei Co-Trainer Jens Ludwig um seinen Cousin.

Gute Performance im Südwestpokal

Gleich im ersten zählbaren Duell überzeugten die „Bepas“, siegten in der ersten Runde des Südwestpokals gegen Reichenbach mit 3:0. Und auch in den darauffolgenden Pokalrunden bewies die Becker-Elf ihre Qualität. Gegen Landesligist Rodenbach siegte sie mit 3:1. Und dem Oberligisten aus Idar-Oberstein boten die „Bepas“ trotz der 1:3-Niederlage ordentlich die Stirn. Was der TuS-Mannschaft aber nicht wirklich glückte, war, die besagte Qualität auch in der Liga auf den Rasen zu bekommen. Noch am zehnten Spieltag standen die „Bepas“ nur einen Rang über einem Abstiegsplatz. „Wir kamen in der Liga nicht wirklich zur Höchstform und haben viel zu viele Gegentore bekommen“, analysierte Becker.

Aber ein schlechter Saisoneinstieg genügt nicht, um den TuS Bedesbach-Patersbach aus dem Konzept zu bringen. Becker spricht in diesem Zusammenhang von einem „funktionierenden Verein“. Denn jedermann glaubte an die Qualität der Mannschaft. Und das Vertrauen machte sich bezahlt – es folgten sechs Dreier in Folge. Im Anschluss knöpften die „Bepas“ auch dem sonst so torhungrigen Primus aus Trippstadt ein 0:0 ab. Mit dieser Punkteausbeute zuletzt kann das Team also wirklich zufrieden sein.

Platz drei nach 18 Begegnungen

Der TuS Bedesbach-Patersbach überwintert nach 18 gekickten Partien auf Rang drei. Und die zu Beginn kritisierte Anzahl an Gegentoren hat sich im Nu verbessert. Nur 29-mal kassierte der TuS überhaupt ein Tor – der zweitniedrigste Wert der Liga.

Aktuell ist das Saisonziel erfüllt. Das ist nämlich streng an eine Steigerung im Vergleich zur vorangegangenen Saison gebunden. Also soll entweder die Ausbeute von 54 Punkten übertroffen werden, oder man platziert sich in den Top vier der Liga. Die „Bepas“ wollen ihre Form halten und entsprechend dem Ausklang vor der Winterpause fortfahren.

Coach Becker: Wechsel war der richtige Schritt

„Wir wollen daran anknüpfen, defensiv noch stabiler werden und unser Spiel mit dem Ball etwas verfeinern“, fasst der Spielertrainer zusammen. Beides lässt sich nur mit einer ordentlichen Portion an Training realisieren. Doch angesichts einer durchschnittlichen Trainingsbeteiligung von über 29 Spielern – wohlgemerkt erste und zweite Mannschaft zusammengerechnet – steht vernünftigen Übungseinheiten nichts im Wege.

David Becker bereut seine Entscheidung, seinen Kapitänsposten bei Oberligist FK Pirmasens aufzugeben und zum Saisonbeginn als Spielertrainer bei den „Bepas“ einzusteigen, keineswegs. „Es war der richtige Schritt“, sagt er. Ihm bereite das Arbeiten mit der Mannschaft viel Freude. Aber es sei eine nicht unwesentliche Umstellung. „Früher stand die eigene Leistung an oberster Stelle, jetzt beschäftigt man sich in erster Linie mit dem Erfolg der gesamten Mannschaft“, erläutert Becker. Die Mannschaft wird sich im Übrigen nicht verändern: In der Winterpause hat es keine Zu- oder Abgänge gegeben. Einige Verletzte kehren allerdings zurück. Darunter unter anderem Jan Luca Horbach, der mit Knieproblemen und einer Platzwunde am Kopf zu kämpfen hatte.

Verantwortung auf viele Schultern verteilt

Für Becker ist es zudem wichtig, dass die Verantwortung auf mehreren Schultern verteilt ist. Und mit ihm als Spielertrainer, „Bepas“-Urgestein Maximilian Dietz als Kapitän und Felix Niebergall als erfahrenem Torwart ist eine gewisse Aufteilung der Verantwortung gegeben. Becker erklärt dazu: „Es soll nicht gleich das ganze Kartenhaus zusammenfallen, wenn eine Säule mal wegbricht.“ Mitte Januar beginnt die Truppe mit Grundlagenbildung und wird dabei auf Laufeinheiten setzen. Anfang Februar geht es dann wieder richtig mit dem Training los. Neben dem Auftaktspiel im März fiebert Becker aber noch auf einen weiteren Höhepunkt hin: Die Geburt seines ersten Kindes steht bevor. Wenn das nicht mal gute Aussichten für das Jahr 2025 sind.

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