Kreis Kusel
Wiesweiler: Renaissance des Wiesstock-Festivals
Nach einer Pause von zehn Jahren wieder ein Open Air: Am Wochenende lud der Bischoff Club Wiesweiler rockbegeisterte Gäste in seine „Bud“ ein. Die Bands Nighthawk, Fadeout und Otherwise wussten Jung und Alt beim Wiesstock-Festival zu begeistern.
Das Wetter konnte kaum günstiger für das von langer Hand geplante Open Air in Wiesweiler ausfallen. Am Freitag- und Samstagabend versammelten sich Jung und Alt auf dem Vereinsgelände („Die Bud“) des Bischoff Clubs Wiesweiler, um nach langer Zeit endlich mal wieder gepflegt abzurocken. Erstmals gab es das Wiesstock-Festival wieder nach zehn Jahren Pause. Der Durst, die alte Tradition wiederaufleben zu lassen, war daher gewaltig.
„Der Verein feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Wenn nicht jetzt, wann dann?“, sagte Vereinsvorstand Andreas Wildberger im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Insbesondere sei es der Wunsch der jüngeren Vereinsmitglieder gewesen, endlich mal wieder ein Rockfestival zelebrieren zu können, erklärte Wildberger weiter. Zwar würden die Mitglieder älter, aber Neuzugänge hielten den Verein gleichzeitig frisch und lebendig. Den Wunsch seiner Jugend konnte der Verein daher problemlos und mit Freuden gewähren.
Magnetische Anziehungskraft
Insbesondere die langjährigen Vereinsmitglieder erinnern sich noch gut an ihre alten Freunde: die Band Nighthawk. Bereits bei vorangegangenen Rock-Festivals in Wiesweiler wusste die Gruppe aus dem saarpfälzischen Raum stets ihre Zuhörer zu begeistern. Und auch an diesem Freitagabend ließen ihre Coverversionen – darunter von Kid Rock oder den Eagles – den Puls der Gäste vor Begeisterung rasen.
Am Samstagabend ging es mit dann mit Fadeout und der Vorband Otherwise in die nächste Runde. Ob bereits am Eingangsbereich des Geländes, schon am Bierstand oder sogar noch auf dem einhundert Meter entfernten Parkplatz: Die harten Bässe und knalligen Soli besaßen eine magnetische Anziehungskraft, deren sich kaum jemand entziehen konnte.
Der Bischoff Club Wiesweiler blickt zufrieden auf die Wiedergeburt seines Festivals. Der Freitag wurde gut besucht, der Samstag noch besser. Kleinere Mankos wie zerbrochene Gläser, aber auch ein gestohlenes Fahrrad, sind weniger erfreulich und trüben leider das Gesamtbild. Ob es auch nächstes Jahr ein Wiesstock-Festival geben wird, weiß man im Verein noch nicht. Denn strengere Auflagen, steigende Kosten und natürlich der notwendige enorme Arbeitsaufwand erschwerten Veranstaltungen immer mehr.