Kreis Kusel „Wie wird man ein Fußballprofi?“

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(uck). Einmal ganz nah bei den Profis des 1. FC Kaiserslautern sein − die jährliche Aktion „FCK Hautnah“ hat es wieder möglich gemacht. Im Dorfgemeinschaftshaus in Hüffler versammelten sich gestern Nachmittag etwa 100 Fans, ob klein oder groß, aus der Fanregion Kusel, um den Spielern Fragen zu stellen und sich im Anschluss natürlich noch die heiß begehrten Autogramme zu holen.

HÜFFLER Der Fanclub „Saubeertal“ aus Hüffler war bestens gewappnet für den bevorstehenden Nachmittag: Das Dorfgemeinschaftshaus war geschmückt mit Trikots, Schals und Fahnen. Zu Gast waren vier Spieler vom „Betze“, nämlich Jean Zimmer, André Fomitschow, Lukas Görtler und Johannes Reichert. Sie nahmen sich Zeit, um dem Publikum Rede und Antwort zu stehen. Gleich die erste Frage an Jean Zimmer hatte es in sich. Ein Fan wollte wissen, wo seine Karriere in der nächsten Saison weiter geht. „Das wird sich zeigen“, gab der quirlige Außenspieler zur Antwort. Bei einigen Fans saß der Stachel nach dem unnötigen 2:2-Unentschieden gegen Heidenheim am Samstag noch tief. Ob es denn mangelnde Konzentration sei, warum die „Roten Teufel“ gerade zu Hause so viele Punkte hätten liegen lassen, wollte ein Zuschauer wissen. Wieder antwortete Zimmer: „Das ist schwer zu erklären. Aber ich glaube, das kotzt uns genauso an wie jeden hier im Raum.“ Klar sei, es habe viele kleine Fehler gegeben, die man hätte vermeiden können. Nach einer kleinen Diskussion zum vergebenen Sieg am Samstag meldete sich ein Kind zu Wort: „Wann habt ihr angefangen Fußball zu spielen?“ Mit etwa vier Jahren, so antwortete jeder der Spieler, sei es mit dem Sport losgegangen. Auf eine weitere Frage eines Kindes erntete vor allem Zimmer wieder Applaus. Wie lange er schon beim 1. FCK spiele, beantwortete er in zwei Worten: „zwölf Jahre.“ Allmählich kamen aus dem Publikum immer mehr Fragen. Wie sich denn unter dem neuen Trainer Konrad Fünfstück die Trainingsarbeit geändert habe zum Beispiel. Lukas Görtler erklärte, dass vor allem der Unterschied zwischen dem Spielerischen und dem Kämpferischen zu bemerken sei, da Fünfstück mehr auf den Kampf der Mannschaft setze. „Gestern lag es jedenfalls nicht am Trainer“, betonte er. Wie wird man überhaupt Fußballprofi? Das wollte ein junger Fan in Erfahrung bringen. „Da gibt es zwei Dinge“, erklärte Jean Zimmer. „Du musst in der Schule gut aufpassen und dann viel Disziplin und Spaß am Fußball haben.“ Ein anderer Fan sah die Frage vom Anfang an Zimmer noch nicht ganz geklärt und hakte nach, ob er schon Gespräche über seine sportliche Zukunft geführt habe. Eine feststehende Ablösesumme existiere sowieso schon seit zwei Jahren, sagte Zimmer. „Aber Gespräche gibt es noch keine, weder mit dem FCK, noch mit einem anderen Verein. Ich will mich auf den Fußball konzentrieren“, betonte er. Ziel sei für ihn dennoch, einmal in der ersten Liga zu spielen. Welche Ziele die Mannschaft jetzt noch habe, beantwortete André Fomitschow: „Wir wollen natürlich jede Woche so erfolgreich wie möglich spielen, Konsequenz und Seriosität dabei an den Tag legen und positiv nach vorne schauen.“ Das gelte jetzt für das Spiel in Freiburg kommenden Freitag. „Das ist doch auswärts, das schafft ihr“, scherzte ein Fan. Nach einigen weiteren Fragen an die Spieler ging der große Andrang auf die begehrten Autogramme los. Erst kamen die kleinen Fans auf ihre Kosten, dann gingen auch etliche große Fans auf die Bühne und holten sich ihre Unterschriften und Selfies mit den Profis ab. Andreas Heil, der Vorsitzende des Fanclubs „Saubeertal“, zeigte sich im Anschluss hoch zufrieden: „Es hätte jeder Spieler kommen können. Und für unsere jungen Fans war es toll.“

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