Spiel der Woche
Wie das FCK-Spiel eine Bezirksligapartie beeinflusst
Bereits vor vielen Wochen wurde die Bezirksligapartie des TuS Bedesbach-Patersbach gegen den SV Alsenborn von Sonntagnachmittag auf Freitagabend vorverlegt. Denn sowohl beim TuS Bedesbach-Patersbach als auch beim SV Alsenborn gibt es eine Vielzahl an FCK-Fans, die das Saisonfinale der Zweiten Fußball-Bundesliga am Sonntag mitverfolgen wollen. Also einigten sich beide Mannschaften auf 19.30 Uhr am Freitagabend. Ausgetragen wird die Partie auf dem Bedesbacher Rasenplatz.
Der Hausherr konnte vergangene Woche bereits den Relegationsplatz sicher eintüten. Auf der anderen Seite haben die Alsenborner fest vor, die Saison auf dem dritten Platz abzuschließen. Dafür muss gegen die „Bepas“ ein Sieg her. Aber so leicht ist der TuS nicht zu knacken – zumindest verließ Bedesbach-Patersbach in den vergangenen elf Ligapartien immer als Sieger das Spielfeld.
Ringen um Platz eins
Elf Siege in Folge, 19 Spiele ohne Niederlage – die „Bepas“ sind zu einem Angstgegner der anderen Teams in der Bezirksliga Westpfalz avanciert. Nur zwei Punkte trennen den TuS vom Primus aus Trippstadt. Derweil beträgt die Differenz auf Rang drei ganze zwölf Punkte. In der Rückrunde ist es dem Spitzenduo eben gelungen, sich mit besonders konstanten Leistungen abzusetzen. In den restlichen drei Partien steht nun wahrscheinlich regelrecht ein Ringen um Platz eins bevor.
Zu Beginn der Saison visierte die Mannschaft unter der Leitung von Spielertrainer David Becker die 54-Punkte-Marke an. Alternativ galt es, unter den Top Fünf der Bezirksliga Westpfalz zu landen. Ersteres war für die „Bepas“ bereits vor zwei Wochen sichergestellt. Somit wurde ein neues Ziel ausgerufen: Die „Bepas“ wollten sicher auf dem Relegationsplatz landen. Doch nun sind noch drei Spieltage zu bestreiten, und Bedesbach-Patersbach ist nicht mehr von Platz zwei zu verdrängen – zumindest nicht von unten. Die Mannschaft hat sich unter der Woche also wieder zusammengesetzt, um sich über ihre Erwartungen an die verbleibenden drei Partien auszutauschen. Aber von dem Ziel, Erster zu werden, hält Becker Abstand. „Wir können nicht beeinflussen, was die Trippstädter machen“, erklärt der Spielertrainer. Ziel sei es, jedes Spiel zu gewinnen. Und wenn die TSG patzt, nehmen die „Bepas“ den ersten Platz mit Kusshand an.
„Verdient gewonnen“
Im Hinspiel siegte der TuS in Alsenborn mit 3:1. Becker blickt zurück: „Es war ein hartes Spiel, in dem wir aber im zweiten Abschnitt unser Spiel durchdrücken konnten und letztlich verdient gewonnen haben.“ Er hebt zudem hervor, dass es sich bei den Alsenbornern um eine junge Mannschaft handelt, die besonders spielfreudig auftritt. Für Becker gilt es somit, zweikampfstark aufzulaufen. Dafür werden ihm höchstwahrscheinlich alle Spieler zur Verfügung stehen. Sein Tipp ist ein 1:0-Sieg – wie in der Freitagabendpartie gegen den VfR Kaiserslautern Anfang April. Dabei fiel der Siegtreffer allerdings erst in letzter Minute. „Dieses Mal darf es auch gerne früher sein“, betont der Spielertrainer lachend.
Eigentlich geht es für die Alsenborner nicht mehr um viel. Im Laufe der Rückrunde verpassten sie es, mit dem Tempo des Spitzenduos mitzuhalten. Somit ist nur noch Rang drei möglich. Allerdings möchten die Alsenborner alle ihre verbleibenden Spiele für sich entscheiden, um mit einem guten Gefühl in die kommende Saison zu starten, für die sie sich viel vorgenommen haben.
Der Torgarant des SVA
In den vergangenen beiden Partien gelang es den Alsenbornern, einen Drittplatzierten zu bezwingen. Zunächst siegten sie bei der TSG Wolfstein-Roßbach mit 3:1. Und letzte Woche gab es gegen die Rodalbener einen 2:1-Heimerfolg. „Wir haben es spielerisch gut gelöst und den Ball laufen lassen – das hat uns mehr Sicherheit gegeben“, hält Alsenborns Trainer André Reidenbach fest. Verlassen konnte er sich dabei stets auf Torgarant Jan-Patrick Weber, der gegen die „Rowos“ dreifach und gegen Rodalben zweifach traf. Ob er gegen die „Bepas“ fit sein wird, ist noch nicht ganz klar – sein Ausfall wäre angesichts seiner aktuellen Form ein klarer Verlust. Auch beim jungen Maurizio Mormone stehen noch einige Fragezeichen. Seine eigentlich verjährte Kreuzbandverletzung bereitet ihm erneut Probleme. Er ist höchstens eine Notfalloption auf der Bank. Auch Kapitän Flautrim Cerimi wird nicht mit an Bord sein.
„Aufgrund des Saisonverlaufs ist der zweite Platz auf jeden Fall verdient“, hält Reidenbach über den zu erwartenden Gegner fest. Trotzdem rechnet er seiner Mannschaft Chancen zu. Sein Tipp ist ein „2:1“ – zu Gunsten seiner Mannschaft.