Kreis Kusel
Werkausschuss der VG Lauterecken-Wolfstein sagt Ja zu Auslagerung der Verwaltung
Im Verwaltungsgebäude Lauterecken herrscht Platzmangel. Deswegen soll die Verwaltung der Werke an die Kläranlage ausgelagert werden, wo das Maschinengebäude aufgestockt wird. Die Kosten wurden ursprünglich auf rund 500.000 Euro geschätzt. Aufgrund von Auflagen der Genehmigungsbehörde entstehen Mehrkosten. Samt Außenbereich wird sich die Gesamtsumme auf rund 730.000 Euro belaufen.
Der technische Leiter der Werke, Fred Wolf, erklärte, dass der Bauantrag bereits auf dem Weg sei und durch den Neubau die Gebühren nicht steigen würden. Man solle keine Zeit verlieren und direkt nach Vorliegen der Baugenehmigung die Ausschreibungen starten, damit bis spätestens Anfang 2021 der Umzug erfolgen kann. Bürgermeister Andreas Müller betonte die Vorteile der Maßnahme: „Keine Erhöhung der Preise, die Werke sind zusammen an einer Stelle und im Verwaltungsgebäude werden Kapazitäten frei“.
In Kanal „kräftig saniert“
Christian Pfaff vom Planungsbüro igr stellte die Kanalsanierungen 2020 vor. Seit 2013 wurde „kräftig saniert“ und mit Förderung des Landes 5,9 Millionen Euro investiert. Mittels Kamera wurden 40 Kilometer Kanal inspiziert und ein Sanierungskonzept entwickelt. Für die komplette Maßnahme würden 2.872.232 Euro fällig, um die größten Schäden zu beseitigen, 1,3 Millionen. Vom Planungsbüro wurde eine erste Maßnahme mit einer Sanierungslänge von 360 Metern in Hohenöllen vorgeschlagen. Der Sanierungsaufwand beläuft sich auf 100.000 Euro netto, 130.000 Euro stehen laut Wirtschaftsplan zur Verfügung. Die Ausschreibung soll bald erfolgen und die Arbeiten werden an den günstigsten Bieter vergeben. Wolf erklärte, dass künftig wohl jährlich zwischen 250.000 und 300.000 Euro fällig werden, um das Kanalnetz in Schuss zu halten.
„Uralttechnik“ in Pumpstationen
Um die Anlagentechnik in Pumpstationen zu verbessern, wird die „Uralttechnik“ nach und nach auf den aktuellen Stand gebracht, berichtete Wolf. Aktuell wird in Hoppstädten und Langweiler das Wasser mittels Druckkessel energieintensiv gefördert. Durch Regenwasserpumpen, die sauberes Wasser wegpumpen, sodass nur noch das stark verschmutzte Wasser mittels Druckkessel gefördert wird, lassen sich 30 bis 40 Prozent Energiekosten sparen. Übernehmen wird die Arbeiten die Firma Hoelchertechnic-gorator. In Langweiler werden 42.801, in Hoppstädten 44.292 Euro für die 1996 errichteten Stationen fällig.
Die wichtigsten Punkte der ersten Nachtragshaushaltssatzung und Wirtschaftspläne der Werke 2020 stellte der kaufmännische Leiter Hans-Ludwig Altes vor. Beim Wasser sowie bei der Abwasserbeseitigung seien die Zahlen gut, einzig bei den Schwimmbädern seien die Verluste größer. Investitionen von 93.000 Euro in die Bäder sind geplant. Trotzdem können die Gebühren für Wasser und Abwasserbeseitigung auf dem Stand von 2019 gehalten werden. Beim Abwasser müsse in den kommenden Jahren eventuell nachgesteuert werden.