Kreis Kusel Wenn die Bauchspeicheldrüse nicht arbeitet, wie sie soll
Kohlenhydrate sind neben Eiweißen und Fetten der wichtigste Bestandteil der menschlichen Nahrung. In der Ernährungspyramide stehen deshalb Getreideprodukte wie Brot, Nudeln oder Kartoffeln auf der ersten Stufe. Bei der Verdauung werden Kohlenhydrate in Glukose umgewandelt und gelangen so ins Blut. Die Körperzellen versorgen sich dann aus dem Blut mit Glukose, um Energie zu gewinnen. Dazu benötigen sie das Hormon Insulin, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird und bei gesunden Menschen in ausreichender Menge vorhanden ist.
Bei Diabetikern ist das anders: Bei Erkrankten wird Insulin entweder nicht mehr in ausreichender Menge oder gar nicht mehr produziert. Ohne Insulin kann die Glukose aber nicht durch die Zellwände zu Gehirn und Muskeln transportiert werden. Stattdessen bleibt sie im Blut und wird teils mit dem Urin ausgeschieden. Früher wurde Diabetes durch den süßlichen Urin-Geschmack diagnostiziert. Daher auch der Name Diabetes mellitus, was in etwa „honigsüßer Durchfluss“ heißt.
Der Richtwert der Blutzuckerwerte liegt zwischen 60 und 160 Milligramm pro Deziliter Blut. In der Praxis kommt es aber häufig zu Schwankungen. Während hohe Zuckerwerte langfristig negative Folgen auf die Organe haben, geht vor allem von Unterzuckerung eine akute Gefahr aus. Das Gefühl einer leichten Unterzuckerung kennt fast jeder, beispielsweise nach dem Sport. Bei einer schweren Unterzuckerung (Hypoglykämie) verstärken sich die Symptome bis hin zu Schweißausbrüchen, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung sowie Beeinträchtigung der verbalen Ausdrucksfähigkeit. Abhilfe schafft beispielsweise Traubenzucker.
