Albessen
Welche Pläne Albessen in Sachen erneuerbare Energien hat
Im Windpark Langenbach dreht sich seit rund einem Jahr auf Albesser Gemarkung ein Windrad. Ein zweites befindet sich auf Konker Gemarkung. Eine dritte Anlage ist in der Nähe der A62 geplant: Die Planungen der Firma Procon, im Wald Richtung Autobahn ein Windrad zu bauen, laufen, wie Ortsbürgermeister Joachim Deckbar berichtet. Die Firma hatte auch die zweite Albesser Windenergieanlage errichtet. Dieses befindet sich auf Konker Gemarkung, das Grundstück allerdings befindet sich im Privateigentum eines Albessers. Im Windpark Langenbach wurden die Anlagen vor wenigen Tagen mit einem großen Fest eingeweiht. Wie Deckbar berichtet, war es eine informative Veranstaltung, die bestens besucht war. Teilweise hätten die Parkplätze nicht ausgereicht, illustriert der Ortsbürgermeister.
In den vergangenen Monaten hatten sich potenzielle Energieanlagenbetreiber in Albessen die Klinke in die Hand gegeben. So hatte die UKA-Gruppe aus Meißen angefragt, ob sie jenseits der A62 ein Windrad bauen dürfe. Der Gemeinderat hatte die Anfrage abgelehnt, um das Projekt eines zweiten Solarparks nicht zu gefährden. Die Freiflächen-Photovoltaikanlage soll auf rund 12,5 Hektar durch die Firma Wes Green GmbH aus Trier nördlich der A62 in Richtung Ehweiler installiert werden. Die erste Anlage am Ortseingang produziert bereits seit mehr als zehn Jahren Strom aus Sonnenenergie.
Solarpark: Warten auf die Genehmigung
Nun hat auch die Wörrstadter Juwi-Gruppe in Albessen wegen „zwei, drei Windrädern“ angefragt, berichtete Deckbar kürzlich im Gemeinderat. Das bevorzugte Areal befinde sich in Richtung des Pfeffelbacher Steinbruchs, wo American Tower (ATC) derzeit einen Mobilfunkmasten plant. Auch, wenn es möglich wäre, „das dürfen wir uns da oben nicht antun“, argumentierte Deckbar im Rat. Dort wäre einiges an Rodungen notwendig, pflichtete Ratsmitglied Kornelius Burgdörfer-Bensel bei. Ratskollege Jörg Brassel zieht Windräder zwar den Freiflächen-Photovoltaikanlagen – zwei Anlagen reichten aus – vor. Windräder seien zwar nicht schön, er weiß aber auch: „Sie bringen Geld.“ Für die Gemeinde seien Einnahmen aus Wind und Sonne eine gute Möglichkeit, ihre Haushaltslage aufzubessern, das sieht auch der Ortsbürgermeister. Derzeit sollen allerdings keine weiteren Windräder geplant werden, waren sich die Ratsmitglieder einig.
Unterdessen wurde bekannt, dass sich die Genehmigung für die Solaranlage von Wes Green noch hinauszögert. Deckbar geht davon aus, dass die Anlage im kommenden Frühjahr oder Sommer ans Netz gehen könnte.