Kreis Kusel Weiterhin in Beinahe-Gleichschritt auf Erfolgskurs

BEDESBACH/JETTENBACH. So könnte es glatt weitergehen, das wäre ganz nach dem Geschmack der beiden Bezirksligisten aus dem Kreis Kusel: Ex-Kellerkind SG Jettenbach-Eßweiler-Rothselberg hat sich mit nun vier Spielen ohne Pleite auf Platz neun katapultiert. Am Sonntag (15 Uhr) geht’s zur SG Rieschweiler II. Der TuS Bedesbach-Patersbach empfängt ebenfalls am Sonntag (15 Uhr) die SG Göllheim-Dreisen.
Freuen sich die Jettenbacher über ihre vier Spiele währende Erfolgsserie mit zunächst zwei Remis und dann zwei Siegen, so weiß man beim Anhang des TuS Bedesbach-Patersbach ja beinahe noch gar nicht so richtig, wie sich eine Niederlage überhaupt anfühlt. Es gab auch in neuer, höherer Umgebung bislang erst eine einzige – die setzte es zum Heim-Saisonauftakt gegen den VfB Reichenbach. Seither lässt sich die TuS-Truppe nicht schlagen. Das ist auch dem hoch gehandelten Team des SV Hinterweidenthal vor Wochenfrist nicht gelungen. „Das Unentschieden ist okay, mit dem Punkt können wir gut leben“, sagte Trainer Bernd Ludwig gestern. Hätte man seiner Truppe den einen Punkt vorab in Aussicht gestellt, Ludwig hätte sich wohl sofort auf das Angebot eingelassen. Im Nachhinein hört sich das „Okay“ zum einen Zähler beinahe ein bisschen fatalistisch an: „Wir müssen damit leben, müssen das sportlich sehen“, sagt Ludwig mit Blick auf die Szene, die zum Ausgleich führte. Es hatte Freistoß gegeben, „wir sind stehen geblieben, der Spieler gibt ihn vorne rein, der Torschütze steht im Abseits“, so lautet Ludwigs Einschätzung. Deshalb aber weiter Nachkarten will er nicht. „Die Hinterweidenthaler hatten zuvor ja auch ihre Chancen aus dem Spiel heraus“, schränkt Ludwig ein. Hätte sein Team die 1:0-Führung heimgeschaukelt, es sähe sogar noch sonniger aus im Lager der Blauen, die ihre beeindruckende Neulings-Rolle auch weiterhin auskosten. Meistertrainer Ludwig entfuhr gestern sogar mal ein Individuelles Lob: „Er hat da mehrfach prima reagiert“, adelte er Torhüter Andre Mahler. Der wird, behält Ludwig recht, auch am Sonntag wieder gefordert sein. Denn dass die Partie gegen den Tabellenelften SG Göllheim-Dreisen leichter wird als das Gastspiel beim zuvor Viertplatzierten Hinterweidenthal, will Ludwig keinesfalls so sehen: „Weil jetzt im Vergleich zum Auswärtsspiel beim Vierten die Erwartungshaltung wieder steigt. Und damit steigt auch wieder der Druck“, sieht der Coach seine Spieler vor einer erneut höchst schwierigen Aufgabe. Die Göllheimer hat er vergangene Woche beobachtet, deren Niederlage gegen Tabellenführer SF Bundenthal gesehen: „Das kann anders ausgehen“, hat ihm die Elf aus der Nordpfalz Respekt abgerungen. „Eine große, kräftige, sehr robuste Mannschaft“ sieht Ludwig zum Glan reisen. Drei Punkte wären aber schön – vor allem, weil das den Verbleib in der Bezirksliga wieder ein Stückchen näher rücken ließe. „Und der wäre so wichtig, gerade jetzt, da der Verein so viel investiert, um mit dem Hybrid-Rasen die Voraussetzungen weiter zu verbessern“, betont Ludwig, dass die Mannschaft die Mühen des Klubs auf dem Platz gern zurückzahlen möchte. Alles im grünen Bereich ist derzeit bei den Gelb-Schwarzen: Die SG Jettenbach-Eßweiler-Rothselberg fährt selbstbewusst zum Verbandsliga-Vorspiel in Rieschweiler. Gastgeber an der „Dicken Eiche“ ist die Reserve des SVR. Bange ist niemandem bei der SG: Der Sieg gegen ein mit Oberliga-erprobten Perspektivspielern wie etwa Kai Schacker verstärktes Team des TV/SC Hauenstein II hat das Konto anwachsen lassen und das neu entdeckte Selbstbewusstsein sicher nicht geschmälert. Coach Frank Geib ist denn auch zurzeit fast rundum zufrieden mit seinen Jungs, denen er zuletzt auch auf dem Platz wieder die erhoffte Stabilität verliehen hatte. Auch in Rieschweiler sollte laut Geib ein Erfolgserlebnis drin sein. (cha)