Schönenberg-Kübelberg
Weinwanderung ein riesiger Erfolg
„Wir sind überwältigt von dem großen Zuspruch“, sagte der Pensionärsverein-Vorsitzende Wolfgang Weber. Insgesamt zwölf Weinsorten und Federweißer waren an vier Weinständen im Angebot und konnten mit den Gläsern genossen werden, die Joachim Huber am Start der dreieinhalb Kilometer langen Strecke ausgab. Oder man brachte sein eigenes Weinglas mit, wie Alexander Heintz aus Schönenberg-Kübelberg. Sicher verstaut trug er es in einer schwarz-weißen Halterung um den Hals. „Den Weinhalter habe ich noch gestern Abend gehäkelt“, sagte er scherzhaft.
Eine Wanderin aus Steinbach war eine der ersten am Weinstand – bei ihrer ersten Weinwanderung. Sie sei kürzlich dem Verein beigetreten, da ihr die monatlichen Treffen in der Unterkirche gut gefielen, erzählt sie. Und da ist sie nicht die Einzige: Der im Jahre 1952 gegründet Pensionärsverein im Schönenberg-Kübelberger Ortsteil Schmittweiler zählte noch im Sommer 64 Mitglieder. Am Samstagabend nahm der Vorsitzende fünf weitere Mitgliedsanträge entgegen: Der Pensionärsverein ist rasant auf 110 Mitglieder angewachsen. „Wir nehmen auch Mitglieder auf, die noch nicht im Ruhestand sind. Das jüngste Mitglied ist gerade einmal zwei Jahre alt“, erzählt Huber.
Auch Speckwaffeln bald vergriffen
Der katholische Pfarrer Michael Kapolka hat ebenfalls die Wanderschuhe geschnürt. Er ist Vereinsmitglied. Weinwanderungen kennt er sonst nur aus der Vorderpfalz und berichtet, dass die Strecken dort auch nicht länger seien, dafür aber steiler: immer wieder die Weinberge hinauf – und hinab. Solche Strapazen gab es in Schmittweiler nicht. Dennoch dürfte die Wanderung für viele Gäste mehrere Stunden gedauert haben – die Geselligkeit an den Ständen wurde ausgiebig genossen.
Am Abend konnte im Bürgerhaus Schmittweiler der Hunger gestillt werden. Schon um 19 Uhr waren alle Speckwaffeln und Würstchen vergriffen, die die Katholische Jugend Kübelberg angeboten hatte. Auch die 250 Weinflaschen plus 30 Flaschen Nachschub wurden leer.
Wiederholung im nächsten Jahr
Wolfgang Weber war den ganzen Tag mit dem Bus unterwegs, um die Stände mit Nachschub zu versorgen – nüchtern, versteht sich. Und auch am Abend im Bürgerhaus gab es keinen Wein mehr für den Vereinsvorsitzenden: „Ich musste mit Bier vorliebnehmen“, sagte er, natürlich voller Freude über den „riesigen Erfolg“ der Weinwanderung, die auf eine Idee seines Sohns Tobias zurückgeht. Von der überwältigenden Resonanz getragen, ist sich Weber sicher, dass der Pensionärsverein im nächsten Jahr wieder eine Weinwanderung im Schmittweiler organisiert wird.