Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Was eine Planwagenfahrt mit einsamen Senioren zu tun hat

Die Gemeindeschwestern Plus haben eine Planwagenfahrt für Senioren auf der Draisinenstrecke von Altenglan nach St. Julian organi
Die Gemeindeschwestern Plus haben eine Planwagenfahrt für Senioren auf der Draisinenstrecke von Altenglan nach St. Julian organisiert. Ziel ist es, etwas gegen die Einsamkeit von älteren, alleinstehenden Menschen zu tun.

„Gemeinsam statt einsam“: Unter diesem Motto haben die Gemeindeschwestern Plus im Landkreis Kusel eine Planwagenfahrt organisiert. Warum das Angebot wiederholt werden soll.

20 Seniorinnen und Senioren waren bei der Planwagenfahrt auf der Draisinenstrecke von Altenglan nach St. Julian dabei. Die Gemeindeschwestern Plus Ayfer Marx und Elisabeth Schneider zeichneten für Planung und Durchführung des Ausflugs verantwortlich. Nach der erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren war auch die zweite Auflage schnell ausgebucht. „Wir hätten sogar vier Planwagen füllen können“, berichtete Schneider.

Station machte die Gruppe am Mehrgenerationenplatz in St. Julian. Nach der Besichtigung der Anlage folgte eine gemeinsame Einkehr in einem nahe gelegenen Gasthaus. Anschließend ging es mit dem Planwagen zurück nach Altenglan. Begleitet wurde die Tour von der ehrenamtlichen Gästeführerin Petra Rübel. Hatte sie bei der ersten Fahrt über die Landschaft und das Nordpfälzer Bergland informiert, so standen diesmal die Wandermusikanten im Mittelpunkt ihrer Ausführungen.

Angebot soll Senioren aus ihren Häusern holen

Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Landkreis Kusel. Für die Gemeindeschwestern Plus war die Veranstaltung Teil ihrer präventiven Seniorenarbeit. „Wir wollen die Menschen vernetzen und aus ihren Häusern holen, weil die Einsamkeit schon sehr groß ist“, sagte Marx. Viele ältere Menschen trauten sich nicht mehr vor die Tür, weil sie nicht mehr mobil oder alleine seien. Früher hätten Geschäfte und Gaststätten als Treffpunkte gedient, doch vielerorts fehlten diese heute. Neben Ausflügen gehören Plätzchenbacken, Mittagstische, Spiel- und Seniorennachmittage zum Angebot der Gemeindeschwestern Plus.

Dieses Projekt gibt es seit 2019, im Landkreis Kusel wurde es 2021 eingeführt. Unterstützt wird die Arbeit durch Seniorenkoordinator Ulrich Urschel. Elisabeth Schneider ist seit 2022, Ayfer Marx seit 2023 im Amt. Dass die Angebote gut ankommen, bestätigten die Teilnehmer der Planwagenfahrt. Erstmals dabei war der 75-jährige Bernd Aulenbacher aus Pfeffelbach – als einer von wenigen Männern. Er hatte über den örtlichen Mittwochstreff von der Fahrt erfahren. Gleich fünf Personen aus Pfeffelbach schlossen sich an. Auch Margarete Rumpf aus Niederstaufenbach hat sich zum ersten Mal an einer Veranstaltung der Gemeindeschwestern Plus beteiligt. Gemeinsam mit drei Freundinnen war sie durch einen Zeitungsbericht auf das Angebot aufmerksam geworden. Ebenfalls mit im Tross war der Schwerbehindertenbeauftragte des Kreises, Siegbert Weyrich. Marx betont: „Wir machen diese Veranstaltungen, um die Menschen zusammenzuführen und der Einsamkeit entgegenzuwirken.“ Mit Blick auf den großen Zuspruch kündigte sie an, dass es im nächsten Jahr eine dritte Planwagenfahrt geben soll.

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