Cronenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Was die Lichterfahrt der Schlepperfreunde für Cronenberg bedeutet (mit Bildergalerie)

Für ein buntes Lichtermeer, strahlende Augen und ein geselliges Beisammensein sorgten die Cronenberger Schlepperfreunde. Dieses
Für ein buntes Lichtermeer, strahlende Augen und ein geselliges Beisammensein sorgten die Cronenberger Schlepperfreunde. Dieses Jahr war ein Dutzend aufwendig dekorierter Schlepper dabei.

In der Pandemie hatten die Schlepperfreunde Cronenberg die Idee, mit einer Lichterfahrt den Menschen Hoffnung zu schenken. Längst gehört die Aktion fest zur Adventszeit.

Wie vielerorts, so ist es am Samstag auch in Cronenberg neblig und trüb. Trotzdem sind viele Menschen auf den Straßen unterwegs. Dafür sorgen einmal mehr die Cronenberger Schlepperfreunde, die mit einem Dutzend Schleppern, geschmückt mit ungezählten bunten Lichtern und weiteren liebevollen Details, durch den Ort tuckern. „Wir waren mit die Ersten, die eine Lichterfahrt organisiert haben“, erinnert sich Hartmut Kunz nicht ohne Stolz. Als der Schützenverein im Corona-Jahr 2020 aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen keine Weihnachtsfeier ausrichten durfte, sollten vor allem die Kinder nicht gänzlich leer ausgehen – so entstand die Idee.

So langsam, aber sicher füllt sich der Platz und durchbricht die neblige Tristesse.
So langsam, aber sicher füllt sich der Platz und durchbricht die neblige Tristesse.
Neben den funkelnden Lichtern gab es zahlreiche weitere Deko-Elemente rund um die Fahrzeuge, die auch mal zum Lachen animierten.
Neben den funkelnden Lichtern gab es zahlreiche weitere Deko-Elemente rund um die Fahrzeuge, die auch mal zum Lachen animierten.
Schon vor der Abfahrt wurden die Schlepper bestaunt.
Schon vor der Abfahrt wurden die Schlepper bestaunt.
Bald geht es los – noch warten die Cronenberger mehrheitlich entlang der Strecke auf die Schlepper.
Bald geht es los – noch warten die Cronenberger mehrheitlich entlang der Strecke auf die Schlepper.
Feuer und Sitzgelegenheiten stehen aber schon parat.
Feuer und Sitzgelegenheiten stehen aber schon parat.
Die ersten Traktoren fahren los.
Die ersten Traktoren fahren los.
Einmal durch den Ort und zurück, dann wird gemeinsam noch ein wenig gefeiert.
Einmal durch den Ort und zurück, dann wird gemeinsam noch ein wenig gefeiert.
Auf den letzten Metern der kleinen, aber nicht minder stimmungsvollen Cronenberg-Ausfahrt zeigt sich: Alle kommen am Ziel an, di
Auf den letzten Metern der kleinen, aber nicht minder stimmungsvollen Cronenberg-Ausfahrt zeigt sich: Alle kommen am Ziel an, die Lichter und die aufwendige Deko haben gehalten.
Modelle ohne Verdeck sind ebenfalls dabei, daher wurde in der Vergangenheit auch mal spontan bei Starkregen die Lichterfahrt ver
Modelle ohne Verdeck sind ebenfalls dabei, daher wurde in der Vergangenheit auch mal spontan bei Starkregen die Lichterfahrt verschoben. Dennoch findet sie seit 2020 jedes Jahr statt.
Oje, was macht das Hündchen da?
Oje, was macht das Hündchen da?
Weiße Weihnachten sind dieses Jahr zwar äußerst unwahrscheinlich, aber der Schneemann durfte dennoch mit zur Lichterfahrt.
Weiße Weihnachten sind dieses Jahr zwar äußerst unwahrscheinlich, aber der Schneemann durfte dennoch mit zur Lichterfahrt.
Schön inszenierte Details, wohin man bei den Schleppern auch schaut.
Schön inszenierte Details, wohin man bei den Schleppern auch schaut.

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„Der Weihnachtsmann brachte Präsente an Häuser, in denen Kinder lebten“, blickt auch Thomas Danninger, ein weiteres Mitglied der Interessengemeinschaft (IG), auf die Anfänge zurück. Da es sich bei der IG nicht um einen Verein handelt, werde die Aktion ausschließlich durch Eigenmittel sowie Spenden finanziert. Der Initiative gehören nicht nur Bewohner aus Cronenberg, sondern auch aus der Umgebung an.

Aus zwei IGs wird eine Doppelgemeinschaft

Die IG Cronebäjer Kerb Wilde Horde ist schon vor der Pandemie gegründet worden – genauer gesagt 2017 aus einer Bierlaune heraus, um der Kerwe mehr Schwung zu verleihen. Die Schlepperfreunde kamen dann ein Jahr später. Es ist eine Art Doppelgemeinschaft entstanden, die Menschen zusammenbringen will. Obwohl die IG vergleichsweise jung ist, zählt sie bereits 70 Mitglieder – bei nicht einmal 150 Einwohnern eine beachtliche Anzahl. Es gebe regelmäßige Treffen, Ausfahrten sowie Freundschaften zu anderen Clubs. Von Aktionen wie der Lichterfahrt soll nach ihrem Wunsch die gesamte Dorfgemeinschaft profitieren.

So wie am Samstag: Massenhaft durchbrechen batteriebetriebene Lichterketten mit funkelnden Lichtern die neblige Tristesse. Dass es sich um eine Herzensangelegenheit handelt, muss nicht explizit ausgesprochen werden. Kleine wie große Traktoren sind blitzeblank geputzt, Lichter aufwendig an Felgen, Kotflügeln, Kabinen, Frontladern und anderem mehr befestigt; dazu gesellen sich Weihnachtsbäume sowie Weihnachts- und Schneemänner. Alle Teilnehmer haben sichtlich viel Mühe, Zeit und auch Geld investiert, um ihren fahrbaren Untersatz im besten Licht erstrahlen zu lassen.

Traktor zerlegt und wieder zusammengebaut

Wie viel Herzblut allein in den Fahrzeugen steckt, verdeutlicht Danninger: „Ich fahre einen MAN, Modell AS 440, Baujahr 1953. Das war ein Schrotthaufen, als ich ihn gekauft habe. Also habe ich bis auf die letzte Schraube alles zerlegt und neu aufgebaut. Das waren 17 Monate Arbeit.“ Ähnliche historische Modelle, aber auch moderne Traktoren faszinieren die Kiebitze quer durch die Generationen. Es wird fleißig gewunken, nach Abschluss der Fahrt wird gemeinsam am Start- und Endpunkt – dem Buswendeplatz unweit des XXL-Adventskalenders – bei Glühwein, Tomatensuppe und Würstchen gefeiert. Der Rückweg dauert einen Moment länger als geplant – ein Schlepper des rollenden Weihnachtskonvois geht kurzzeitig aus, wie Danninger im Anschluss berichtet. Das komme bei Ausfahrten mal vor, aber „Werkzeug und Know-how sind immer dabei“, sagt Danninger. Bislang sei noch jeder am Ziel angekommen.

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