Henschtal Was Bürger ärgert: Volle Züge in Zeiten der Corona-Pandemie
Sein zehnjähriger Sohn fahre täglich mit dem Zug von Glan-Münchweiler zur Schule nach Ramstein. Auf der 20-minütigen Strecke habe es am Dienstag keinen Platz gegeben, bemängelt Gretzschel: „Der Zug war halbiert. Das passiert hin und wieder“, berichtet er. In Zeiten, in denen man Abstand halten soll, sei dies jedoch unglücklich bei einem Zug, der sowieso stets schon relativ gut gefüllt sei. „In der Schule sollen die Kinder Abstand halten. Aber dann so im Zug fahren. Das ist ein Widerspruch“, sagt Gretzschel.
Der Zug habe an diesem Tag nicht in der gewohnten Stärke fahren können, erläutert eine Bahn-Sprecherin auf RHEINPFALZ-Anfrage. Aufgrund notwendiger Instandhaltungsarbeiten hätten verschiedene Fahrzeuge nicht zur Verfügung gestanden, begründet sie. Seit Dienstagmittag seien jedoch alle Züge der RB 67 wieder im gewohnten Umfang im Einsatz. Die Bahn-Sprecherin verweist darauf, dass für den 6.55-Uhr-Zug ab Glan-Münchweiler ergänzend ein Bus im Einsatz gewesen sei. Offenbar haben dies jedoch nicht alle Schüler mitbekommen.
Stichproben
Was die Kontrolle der seit 24. November in den Zügen und Bussen der Deutschen Bahn geltenden 3G-Regel betrifft, betont die Sprecherin, dass diese „stichprobenartig“ durch Sicherheits- und Kontrollpersonal der Deutschen Bahn organisiert werde. Nicht geimpfte oder genesene Fahrgäste müssen einen Nachweis über einen negativen Corona-Test mit sich führen. Allerdings seien Kinder, die das sechste Lebensjahr nicht vollendet haben, sowie Schüler während der Schulzeit von der Regel ausgenommen. Nur in den Ferien gelten die 3G-Regeln auch für Schüler.