Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Waldmohrer Lukas Glück: Heimat im Saarland gefunden

Lukas Glück, hier 2018 noch im Trikot der damaligen Spielgemeinschaft HWE Homburg-Waldmohr, ist flexibel einsetzbar, wagte einst
Lukas Glück, hier 2018 noch im Trikot der damaligen Spielgemeinschaft HWE Homburg-Waldmohr, ist flexibel einsetzbar, wagte einst den Sprung als Jugendlicher vom HSV Waldmohr nach Homburg.

Lukas Glück ist Handballer, spielt in der Oberliga. Beim TV Homburg ist der gebürtige Waldmohrer zum Kapitän aufgestiegen und will mit seiner Mannschaft in die Dritte Liga. In der vergangenen Saison war das Team schon nah dran.

Bei Lukas Glücks Klub entsteht was. Denn mittlerweile ist der TV Homburg eine Marke in der Stadt nahe der saarpfälzischen Grenze. In der beendeten Saison 2021/22 wurde sein Team Zweiter. Glück hat sein halbes Handball-Leben beim ambitionierten TVH verbracht, spielt dort bereits seit 2009. Er wechselte als B-Junior ins benachbarte Saarland. Der 28-Jährige hat mittlerweile eine führende Rolle im Klub inne, und teilt sich das Kapitänsamt mit Rückraumspieler Marvin Mebus. „Das ist schon eine große Verantwortung, da muss man auch mal eine klare Ansage machen. Wir sind aber schon ein cooler Haufen. Ich kenne den gesamten Verein, deshalb übernehme ich diese Rolle auch gerne“, sagt Glück, der mittlerweile im Bexbacher Stadtteil Höchen wohnt.

Dass sein Co-Kapitän Mebus, ein sehr guter Freund von Glück ist, erleichtere ihm die Aufgabe als Bindeglied zwischen Trainer Steffen Ecker und der Mannschaft ungemein. Schon kurz nach seinem Wechsel trainierte Glück als B-Junior unter dem damals noch als Jugendtrainer tätigen Ecker. Den verschlug es zwischenzeitlich zu den Dritt-Liga-Handballern vom TuS Dansenberg, seit Januar ist er wieder in Homburg und hat die Oberliga-Mannschaft übernommen.

Lebenslang TV Homburg

Angefangen hat Grundschullehrer Glück bei den Handballern des HSV Waldmohr. „Parallel habe ich damals noch Fußball beim VfB Waldmohr gespielt. Nach dem Wechsel an die weiterführende Schule bin ich in die Saarlandauswahl gekommen. Da musste ich mich dann schon entscheiden, was ich weiter machen will“, erzählt Glück. Vier Jahre spielte er dann mit den besten Spielern des Jahrgangs 1993 bei Auswahlturnieren. Damals schon mit dabei war der in Völklingen geborene Yves Kunkel. Der erfahrene Bundesligaspieler der MT Melsungen, ist ab der kommenden Spielrunde wieder Teamkollege von Glück.

Wenn es um seine Position geht, ist Glück flexibel. „Ich springe immer dann ein, wenn jemand einen schlechten Tag hat“, sagt der Außenspieler, der aber auch in der Mitte das Spiel der Homburger antreiben kann. Seinen Klub will Glück nicht mehr verlassen. „Ich kann mir nicht vorstellen noch mal woanders zu spielen. Ich würde auch in der zweiten Mannschaft spielen, da wollen wir in die Verbandsliga aufsteigen. In der zweiten Mannschaft spielen wir aber eher zum Spaß. Da würde ich dann mit meinen Kumpels zusammen spielen wollen“, erklärt Glück, der in der Luitpold-Grundschule in Homburg auch eine Handball-AG leitet.

Mit Hund Toni unterwegs

Wenn Glück mal gerade nicht auf dem Handballfeld steht, dann verbringt er am liebsten Zeit mit seiner Freundin. „Wir sind dann viel mit unserem Hund Toni unterwegs“, erzählt Glück von den wenigen Ruhephasen, die bei fünf Trainingseinheiten pro Woche plus Spiel bleiben.

Den zweiten Platz in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar in der gerade beendeten Spielrunde sieht Glück als großen Erfolg. „Wir sind erst in die Oberliga aufgestiegen. Wegen des Coronavirus’ hatten wir seit dem Aufstieg nicht ein Spiel gemacht. Deshalb war es unsere erste Saison seit dem Aufstieg. Wir können hochzufrieden sein“, sagt Glück, der aber schon zugibt, dass es auch das erklärte Ziel war oben mitzuspielen. Dass mit der VTV Mundenheim eine absolute Übermannschaft in der Spielklasse war, die mit sieben Punkten Vorsprung aufsteigt, räumt Glück dennoch ein. „Da hatten wir nicht wirklich eine Chance. Sie sind verdient aufgestiegen. Das gönnen wir ihnen auch.“

Nur Rang eins zählt

Für die kommende Saison sieht die Zielsetzung beim TV Homburg und Lukas Glück aber schon etwas anders aus. „Es kann kein anderes Ziel als den ersten Platz geben“, stellt Glück unmissverständlich fest. Nicht zuletzt mit der Verpflichtung seines Jugendfreundes Kunkel setzte der Klub ein klares Zeichen. „Es gibt aber genug Stolpersteine in der Liga. Der SV 64 Zweibrücken ist eine ganz gefährliche Mannschaft. Es ist ein gestandenes Drittligateam, dass nur unglücklich abgestiegen ist“, sagt der Grundschullehrer.

Vom eigenen Kader für die Saison 2022/2023 ist er schon jetzt begeistert. „Wir haben alle Positionen mindestens doppelt besetzt“, sagt Glück. Dazu gehört auch Rokas Vaitekunas, der Kreisläufer der von der HWE Waldmohr zum TVH wechselte. „Er hat körperlich sehr gute Voraussetzungen. Aber er braucht noch Zeit. Der Sprung von der Verbandsliga in die Oberliga ist schon enorm“, sagt Glück, der hofft, dass die Homburger kurzfristig den Schritt in die Dritte Bundesliga, auf lange Sicht auch den Sprung in den Profisport schaffen und sich dort etablieren.

Der 28-Jährige spielt mittlerweile für den TVH in der Oberliga.
Der 28-Jährige spielt mittlerweile für den TVH in der Oberliga.
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