Wahnwegen Wahnwegen feiert Oldtimer: Mehr als 80 historische Fahrzeuge
Einen großen Zuspruch hat der erste Oldtimer-Frühschoppen in Wahnwegen erfahren. Rund um den örtlichen Bauhof wurden am Sonntag zur Mittagszeit mehr als 80 historische Fahrzeuge gezählt, die alle mindestens 30 Jahre alt sind.
Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung von einer vor sieben Jahren gegründeten WhatsApp-Gruppe um Andreas Kayser und Stefan Reusemann. „Anfangs haben wir uns mit ein paar Autos auf dem Konker Rasthof getroffen, den wir Blaue Lagune nennen, da es sich um eine Aral-Tankstelle handelt. Dann ist das regelrecht explodiert, es wurden immer mehr“, berichtet Kayser.
Jeden Sonntag ein Treffen
Mittlerweile zählt die Gruppe rund 120 Mitglieder, die sich in den Sommermonaten jeden Sonntag um 10 Uhr treffen. Zeitweise stehen dort bis zu 100 Fahrzeuge. Um den regen Austausch der Oldtimerfreunde in größerem Rahmen zu ermöglichen, wurde erstmals ein Treffen in Wahnwegen organisiert. Die Ortsgemeinde stellte dafür die Räumlichkeiten samt Toiletten zur Verfügung. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Essen und Getränke wurden gegen Spenden abgegeben.
Der Erlös kommt dem örtlichen Kindergarten zugute. Auf dem Platz bot sich ein buntes Bild: VW Käfer, Citroën 2CV, Ford, Porsche, Renault, Mercedes – Fahrzeuge aller Marken und Epochen waren vertreten. „Es sind viele Saarländer dabei, natürlich Leute aus dem Raum Kusel, und auch Teilnehmer mit französischen Kennzeichen“, erzählt Reusemann. Die Idee für das Treffen habe man sich bei einem Oldtimerfreund aus dem Raum Kaiserslautern abgeschaut, der ähnliche Veranstaltungen in einem Steinbruch organisiert.
Tipps, wie man einen kaputten Wagen repariert
Einen Wettbewerb um Pokale oder Prämierungen gibt es bewusst nicht. „Jeder findet sein eigenes Auto am schönsten“, sagt Kayser. Im Vordergrund stehe vielmehr der Austausch. „Man kann sich Tipps holen, wie man ein kaputtes Auto repariert, und man ist stolz, sein Fahrzeug zeigen zu können“, ergänzt Reusemann.
Besonders ins Auge fiel der Oldtimer von Klaus Winkler aus Herschweiler-Pettersheim. Dieser war mit einem Ford A, Baujahr 1931, angereist: „Den habe ich seit sechs Jahren, vorher hatte ich ihn als Coupé“, erzählt der stolze Besitzer. Der Ford A wurde zwischen 1928 und 1931 produziert und wird hierzulande für bis zu 25.000 Euro gehandelt, während vergleichbare Fahrzeuge in den USA bereits ab etwa 14.000 Euro zu haben sind. Nach dem großen Erfolg überlegen die Organisatoren, das Oldtimer-Treffen künftig jedes Jahr in Wahnwegen durchzuführen.