Kreis Kusel
Vorbereitungen für den Bauernmarkt in St. Julian laufen – Infoschreiben statt Versammlung
„Wir halten uns an die Vorgaben und beschränken uns auf die Möglichkeiten, die wir haben“, sagt der Ortsbürgermeister von St. Julian, Philipp Gruber. Bis zum Europäischen Bauernmarkt im September ist zwar noch lange hin, aber die Liste mit den notwendigen Vorbereitungen ist nicht weniger lang. Das eine oder andere Projekt auf dieser Liste steht nun hinten an.
„Kontaktreiche Maßnahmen müssen ruhen. Das betrifft beispielsweise die Aufbauarbeiten. Eigentlich wollten wir demnächst auch von Haus zu Haus gehen, um Einwohner für Arbeitseinsätze zu begeistern. Das müssen wir nun auch verschieben. Genauso die geplante Einwohnerversammlung, um über unsere Fortschritte und die kommenden Arbeiten zu informieren. Das machen wir wahrscheinlich stattdessen mit einem Infoschreiben“, sagt Gruber.
Nicht erlaubt: Arbeitseinsätze
Immerhin: Einige wichtige Dinge sind bereits von der Liste. So steht fest, wo die Marktstrecke verlaufen wird. An den Ortseingängen informieren Infoschilder über den Bauernmarkt, ein Getränkelieferant wurde ausgesucht, auch das Zelt steht, zumindest in Gedanken, schon am richtigen Platz. In eine Sackgasse gerät die Planung immer dann, wenn es um Arbeitseinsätze geht. Sehr ärgerlich, denn das Wetter könne kaum besser sein. Stattdessen laufen vor allem organisatorische Dinge im Hintergrund.
Sechs Arbeitsgruppen sind im Einsatz. Treffen können sich ihre Mitglieder im Moment nicht mehr. „Vor einigen Wochen haben wir noch uns noch getroffen. Das müssen wir natürlich nun sein lassen. Stattdessen kommunizieren wir viel über E-Mail und über Whats App“, erklärt Thomas Wendland. Er ist Ansprechpartner der Gesamtorganisation. Kleinere Dinge gingen zwar immer noch, sagt Wendland weiter, doch immer dann, wenn ein paar kräftige Hände gebraucht würden, müssten die Maßnahmen ruhen.
Erlaubt: Pflanzungen
„Was wir jetzt unbedingt in Angriff nehmen müssen, sind die Pflanzungen. Das geht zum Glück noch. Aber anderswo müssen Steine mit größerem Gerät hergeholt werden und mehrere Menschen Hand in Hand arbeiten. Das geht wieder nicht. Deshalb sind die Vorbereitungen sehr ins Stocken geraten“, klagt Wendland.
St. Julian hält weiterhin am Ausrichtungstermin 19. und 20. September fest. Bis dahin gehen die Arbeiten so gut, wie es geht, weiter. Ein Planungswechsel könnte aber erfolgen, wenn sich die Situation nicht bessert. „Wir müssen die nächsten zwei, drei Wochen abwarten und dann die Situation neu bewerten“, sagt Ortsbürgermeister Gruber.