Kreis Kusel Von Ringkampf bis Lesung

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Allzu oft kommt es nicht vor, dass in der Saarbrücker Garage, einer Konzerthalle, eine Literaturveranstaltung stattfindet. Doch nun wird das Jahr 2017 dort sogar mit einer Lesung eröffnet.

Literaturfreunde können morgen, Donnerstag, in der Garage einem zeitgemäßen, angesagten Autor lauschen. Der Russe Wladimir Kaminer macht erneut auf seiner Lesereise durch die Republik Station in Saarbrücken. Im Gepäck hat der 49-jährige Autor, DJ und Frauenschwarm sein neuestes Werk „Meine Mutter, ihre Katze und der Staubsauger“. Ab 20 Uhr liest er aus seinem Buch, das er seiner Mutter gewidmet hat. Ihr Zuhause wird bestimmt von 120 Fernsehkanälen, ihrer Katze und einem sprechenden Staubsauger, und sie kam bereits mehrfach in den Werken Kaminers vor. Mit seinem humorvollen Ansatz und seiner ausgeprägten Menschenkenntnis schreibt der Autor über seine Charaktere. Er ist sowohl Entertainer als auch begnadeter Autor. Tickets: 20,50 Euro. Eine skurrile Show macht am Freitag, 6. Januar, 20 Uhr, in der Garage Station: „The Rock ’n’ Roll Wrestling Bash“ vereint Thrash-Metal-Konzert, Wrestling-Schaukämpfe und Striptease. Während die Band „El Brujo’s Gore-Chestra“ auf der Bühne Metal-Songs spielt, verprügeln sich wildgewordene Superhelden-Wrestler in einem Ring vor der Bühne. Dabei werden die Kämpfe im Vorfeld choreographiert und die Songs darauf abgestimmt. Die Kämpfe sind stark überzeichnet und in eine schräge Geschichte eingebettet. Carlos Martinez ist der Schöpfer des „Rock ’n’ Roll Wrestling Bashs“. Er schreibt für jede Tournee eine neue Story, die sich in den Songs und Kostümen widerspiegelt. Die Show besteht seit 2003 und geht einmal im Jahr auf Europatournee. Tickets: 29,45 Euro. Die amerikanische Band „Crazy Town“ hatte Ende der 90er Jahre große Erfolge, insbesondere mit der Single „Butterfly“. Die Platte verkaufte sich über sechs Millionen Mal, führte die US-Charts an und stürmte auch etliche europäische Top-Ten-Listen. Mit ihrem Crossover aus Rap, Rock und Metal schaffte die Band einen innovativen Sound. 2002 legte sie nach und veröffentlichte die CD „Darkhorse“, die deutlich härter ausgerichtet war. Zahlreiche Fans wandten sich deshalb von der Band ab, weshalb „Crazy Town“ 2003 eine längere Auszeit verkündete. Von 2008 bis 2013 folgten vereinzelte Konzerte, ehe die Band 2014 noch einmal auf großen europäischen Festivals, darunter „Rock im Park“ und „Rock am Ring“, spielte und ausgedehnte Touren durch die USA, Europa, Kanada und Mexiko unternahm. 2015 legte die Band das dritte Album „The Brimstone Sluggers“ vor, das am ursprünglichen Stil orientiert ist. Harte Rap-Gesänge, gepaart mit elektronischen Rhythmen und Sounds, dazu metallische Gitarren. Am Mittwoch, 11. Januar, gastiert die Band ab 20 Uhr im kleinen Club der Garage. Im Vorprogramm sind die New Yorker Hip-Hopper „Ill Dose“ und „Additional Time aus Saarlouis zu hören. Eintritt: 22,70 Euro. Zuletzt war die schwedische Band „Hammerfall“ vor eineinhalb Jahren in Saarbrücken zu Gast. Damals präsentierten die fünf Classic-Power-Metaller ihre sehr erfolgreiche Platte „Bushido“. Derzeit ist Hammerfall erneut auf deutschen Bühnen zu sehen und gastiert am Mittwoch, 25. Januar, 20 Uhr, in der Garage. „Hammerfall“ wurde vor 23 Jahren in Göteborg gegründet und hat zahlreiche Besetzungswechsel hinter sich. 2016 legten Sänger Joacim Cans und seine Mitmusiker das mittlerweile zehnte Studioalbum mit dem Titel „Built to Last“ vor. Gleichzeitig wurde der Schlagzeughocker frei, seit Kurzem ist nun David Wallin mit von der Partie. Stilistisch ist sich die Band stets treu geblieben: Typische Power-Metal-Songs mit Stakkato-Gitarren-Riffs, Doublebass-Rhythmen und leicht aggressivem Gesang sind hier angesagt. Um 19 Uhr beginnt die Show mit dem Auftritt der Vorgruppen „Lancer“ und „Gloryhammer. Tickets: 32,05 Euro. Cooler, deutscher Alternative-Rock mit punkigen Elementen kommt am Dienstag, 31. Januar, mit „Jennifer Rostock in die Garage. Allen voran steht Frontfrau Jennifer Weist mit ihrer punkigen Stimme im Stil von Nina Hagen. Auf dem Programm stehen originelle Pop-Punk-Songs der aktuellen CD „Genau in diesem Ton“, die an Stücke der Neuen Deutschen Welle erinnern. Mit Gitarre, Bass, Keyboards und Schlagzeug untermalen die Musiker die Texte, die von Sängerin Weist und Keyboarder Johannes Walter geschrieben werden. Ab 20 Uhr ist im Vorprogramm die Band „Rogers zu sehen. Tickets: 34 Euro.

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