Kreis Kusel Von Moskau bis in die Stadt der Liebe

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Zusammen mit dem aus dem saarländischen Urexweiler kommenden Chor Ligamentum Vocale begaben sich der gemischte Chor und die Eintracht Singers des Gesangvereins Eintracht Breitenbach am Samstagabend auf eine Reise um die Welt. So farbig wie die Welt, so bunt war auch der Liederabend, der gut 120 Besucher ins katholische Pfarrheim nach Breitenbach lockte.

Der Aufforderung des gemischten Chors, die Gläser an die Wand zu werfen, ist gottlob keiner der Besucher gefolgt. Stattdessen wippten nicht wenige Gäste unruhig mit den Füßen zu Beginn der großen Reise, die in Moskau startete und kreuz und quer über den Globus nach zwei Stunden in der Stadt der Liebe, Paris, endete. Man hatte die dunklen Barden noch im Ohr, die feststellten „hey Natascha ha ha du bist schön“, da trafen sich auch schon die Damen „am Stammtisch in der Konditorei“... „Aber bitte mit Sahne“ trillerte der in Schwarz gekleidete Chor, der auch einräumte , „noch niemals in New York“ gewesen zu sein. Kurzum, die Hommage an Udo Jürgens, die von Pia Maria Herrmann am Piano begleitet wurde, traf den Geschmack des Publikums. Den trafen zweifelsfrei auch die 16 Eintracht Singers, die den Hit „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ gleich in drei Sprachen zum Besten gaben. Leicht verändert in Tempo und Dynamik durch ihren Dirigenten Peter Sablowski ernteten die Eintracht Singers auch für die Volksweise „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ schallenden Applaus. Ein weiterer Höhepunkt war das aus dem Musical Cats bekannte Lied „Memory“, am Klavier begleitet von Eugen Rheinschmitt. Und unwillkürlich schleicht sich Angelika Milster in das Ohr der Zuhörer. Als Bereicherung des Liederabends erwies sich der Urexweilerer Chor Ligamentum Vocale (zu deutsch: Stimmband). Waren sie in ihrem Ausdruck mit Johannes Brahms’ „Der Fiedler“ noch etwas zurückhaltend, durchflutete den stimmgewaltigen Chor bei „The Seat Calypso“ karibischer Rhythmus. Ganz entspannt saßen die Protagonisten anschließend in der Morgensonne am „Dock of the Bay“, irgendwo in der Bucht von San Francisco, warfen Blicke nach Alcatraz, angelten und beobachten ein- und auslaufende Schiffe. Mit dem Steve-Cropper-Song unterstrich der Chor nicht nur seine stimmliche Qualität, er zeigte auch einen Hang zum Rollenspiel. Mit einem Abba-Potpourri läutete der Gemischte Chor den Ausklang des kurzweiligen Konzertes ein. „Danke für die Lieder“ sagten auch die Besucher, was sie mit einem langanhaltenden Applaus ausdrückten. Den Abend nutzte Vorsitzender Jürgen Fleck, um seinen Vorgänger, Werner Fernau, zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Ebenfalls ehrte er die seit 47 Jahren in den unterschiedlichsten Ämtern aktive Sängerin Hella Sablowski, sie wurde zum Ehrenmitglied ernannt. (res)

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