Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Verspätete Briefzustellung: Der Zorn der Kunden trifft oft die Falschen

Auch wenn man geladen ist: Der Großteil der Zusteller ist engagiert bei der Sache.
Auch wenn man geladen ist: Der Großteil der Zusteller ist engagiert bei der Sache.

Dass in manchen Dörfern Briefe und Pakete mit deutlicher Verspätung zugestellt werden ist ärgerlich – und darf nicht sein. Doch wer Postboten anraunzt, trifft die Falschen.

Gerade bei diesen Temperaturen will man ungern mit den Männern und Frauen tauschen, die dafür sorgen, dass Briefe und Pakete bei ihren Empfängern ankommen. Noch weniger will man sich vorstellen, was sie sich von einigen Zeitgenossen anhören müssen, wenn sie kurzfristig einen Verteilbezirk übernehmen, in dem schon seit Tagen keine Post mehr ausgetragen wurde. Verständlich: Wer über mehrere Tage oder gar Wochen auf einen Brief oder sein abonniertes Magazin wartet, ist sauer. Doch die Menschen, die von Haus zu Haus eilen und sich um die Zustellung kümmern, können doch nichts dafür! Im Gegenteil: Sie müssen ausbaden, was an anderer Stelle versäumt oder falsch gemacht wurde. Und das tun viele von ihnen noch immer mit einem Lächeln oder einem freundlichen Wort. Wer also Postboten anraunzt, trifft die Falschen.

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