Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Verbandspokal: „Bepas“ reisen in Runde zwei zu starken Rowos

Klare Sache: Tobias Daniel (am Ball) erzielte das erste, Luca Künstler das letzte Tor beim 6:1-Sieg des TuS Bedesbach-Patersbach
Klare Sache: Tobias Daniel (am Ball) erzielte das erste, Luca Künstler das letzte Tor beim 6:1-Sieg des TuS Bedesbach-Patersbach. In der Mitte Abel Mehari Kiflom, einst mit dem FK Pirmasens II in der Oberliga am Ball. Rechts Raimundo Dombaxi, zuvor beim SV Morlautern.

Das Kreispokal-Endspiel hat das Team noch in den Sand gesetzt. Eine Woche später feiert die TSG Wolfstein-Roßbach einen Verbandspokal-Erfolg. Jetzt wartet der TuS Bedesbach-Patersbach. Der hatte es beim 6:1 gegen Bruchmühlbach mit einem besonderen Torhüter zu tun.

Resultate sprechen nicht immer Bände. 6:1, das klingt ja allzu klar. Doch war das Team des TuS Bedesbach-Patersbach dem Liga-Konkurrenten aus der Süd-Staffel nun nicht etwa eine Klasse überlegen. „Der Torhüter hat uns natürlich in die Karten gespielt“, gab denn auch Thomas Löber zu bedenken, dass der FV Bruchmühlbach nicht komplett – und eine Schlüsselposition sogar fast verwaist war. Und deshalb war der Trainer des Bezirksligisten aus dem Glantal auch nur „bedingt zufrieden“ mit der Darbietung seiner Schützlinge. Anders war’s bei der anderen Partie in Verbandspokal-Runde eins, bei der Teams aus dem Kreis Kusel am Ball waren: Mit 3:0 (1:0) warfen die Wolfsteiner den klassenhöher kickenden SV Nanz-Dietschweiler aus dem Cup-Wettbewerb. Nun darf sich die A-Klassen-Mannschaft aus dem Lautertal auf ein zweites Kreisduell mit einem Bezirksligisten freuen: In Runde zwei treffen die Rowos nun auf den TuS Bedesbach-Patersbach.

Thomas Zipp marschiert auf die 60 zu. Am vergangenen Sonntag hatte sich der 56-Jährige sozusagen aufgeopfert, hatte sich beim FV Viktoria zwischen die Pfosten gestellt. „Mir tut alles weh, meine Knie sind offen – ich fühl’ mich wie gelähmt“, sagte Zipp am Dienstag lachend. Die körperlichen „Souvenirs“ an die Partie werden ihn noch ein Weilchen plagen, die sechs Gegentreffer aber hat der designierte FVB-Vereinsvorsitzende verdaut.

Torwart-Oldie „wie gelähmt“

„Ich habe gefühlt 40 Jahre lang im Tor gestanden, aber zuletzt viele Jahre eben nicht mehr“, gab Zipp zu bedenken, wohlwissend, dass er da am Sonntag beim 1:6 (0:3) seiner Elf nun nicht die glücklichste Figur abgegeben hat. „Mit unserem Stammtorwart gewinnen wir in Bedesbach“, wagte Torwart-Oldie Zipp eine These, die sich nicht mehr nachprüfen lässt. Tatsache aber ist: Der neue Keeper Joshua Prine (vom Landesligisten TSC Zweibrücken gekommen) war ebenso im Urlaub wie mögliche Stellvertreter.

Die Bedesbacher wussten dies zu nutzen. Ebenso wie die numerische Überlegenheit, die nach einer guten Stunde Spielzeit zu Buche schlug. Janosch Buser, einst mit der SG Blaubach-Diedelkopf in der Verbandsliga am Ball, flog vom Feld. Ihm folgte später ein Kamerad mit Gelb-Rot. Für die ohnehin nicht gerade fit wirkenden Gäste war das eine weitere Hypothek. Der Hase aber war da eh schon über der Welchweilerer Höhe: Als Buser gehen musste, stand es bereits 4:0.

Tobias Daniel hatte den Treffer-Reigen früh eröffnet (4.), Jerome Sefert mit zwei Erfolgen (32./45.) bis zur Pause auf 3:0 gestellt. Dominik Wörner legte drei Minuten nach Wiederanpfiff schon nach. Nach schöpferischer Torpause besorgte Pascal Rech das 5:0 (71.). Die Bepas gestatteten einen Ehrentreffer (Naim Güclü, 78.), ehe Neuzugang Luca Künstler – von der SG Haschbach-Schellweiler gekommen – in Nachspielminute eins sein erstes Pflichtspieltor gelang.

Lücken in der Abwehrkette

Jetzt muss der TuS nach Wolfstein. An der Lauter sieht Thomas Löber allerdings das Pokalaus drohen. „Wir hatten von unserer Stamm-Abwehr nur anderthalb Leute dabei. Am Samstag sieht es nicht besser aus“, seufzte der Coach mit Blick auf seine Urlauber. Von den Verbliebenen wird sich noch Jan-Luca Horbach für kurze Zeit verabschieden. „Aber was soll’s – wir gewinnen den Verbandspokal ja eh nicht. Also sehen wir das jetzt als Trainingsspiel an“, nimmt Löber die Partie pragmatisch.

Jerrit Braun hatte mit seinen beiden Treffern (65./81.) den Sieg der Rowos zementiert, vor der Pause Yannick Metzger in Minute 30 die Weiche gestellt: Der 3:0-Erfolg des Teams um Trainer Johannes Schell war zweifelsohne verdient. „Überragend, was die Mannschaft da gezeigt hat“, fand Spielleiter Axel Raudonat. Dabei fehlte bei den mit bärenstarker Offensive überzeugenden Gastgebern noch immer der urlaubende Mit-Spielertrainer Carlos Borger, der auch gegen den TuS nicht spielen wird. Anpfiff in Wolfstein ist am Samstag um 17 Uhr.

Bereits am Freitag empfängt die SG Veldenzland den Landesligisten VfR Kirn. Anstoß in Medard: 19.30 Uhr.

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