Pfeffelbach RHEINPFALZ Plus Artikel Trimm-dich-Pfad trifft Digitalisierung

Neben dem Pfeffelbacher Sportplatz soll der DigiFit-Parcour entstehen.
Neben dem Pfeffelbacher Sportplatz soll der DigiFit-Parcour entstehen.

Die Trimm-dich-Pfade sind zurück. Allerdings digitaler und moderner als ihre Vorgänger aus den 1970er Jahren. Als Teil des Smart-City-Projekts entstehen im Kreis drei sogenannte DigiFit-Parcours. Altbekannte Ganzkörperübungen werden mit modernen Komponenten verbunden – vom solarbetriebenen Kühlschrank bis zum „Bike-o-Mat“.

Der Standort für einen DigiFit-Parcour in Pfeffelbach steht fest. Für den „Trimm-dich-Pfad der Generationen“ mit digitaler Unterstützung ist ein gemeindeeigenes Grundstück vorgesehen, wie Pfeffelbachs Erster Beigeordneter Albert Faus am Dienstag nach der Sitzung des Ortsgemeinderates sagte. In Nachbarschaft zum Sport- und Spielplatz sollen die Fitness-Geräte auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern errichtet werden.

Insgesamt werden im Kreis Kusel drei dieser Trimm-dich-Pfade in der Nähe zum Glan-Blies-Radweg installiert. Neben Pfeffelbach sind dafür Lohnweiler im Nordkreis und Schönenberg-Kübelberg im Südkreis vorgesehen. In Lohnweiler sei zwar noch nicht final entschieden, wo der DigiFit-Parcour hinkommt, aber er sei schon vordefiniert. „Wir planen den Parcour im direkten Umfeld des bestehenden Kinderspielplatzes“, sagt Ortsbürgermeister Thomas Knecht auf Anfrage der RHEINPFALZ.

Unterschiedliche Angebote an den Standorten

In Schönenberg-Kübelberg sind die Planungen konkreter. Laut Ortsbürgermeister Thomas Wolf ist der alte Spielplatz „Auf der Heide“ – direkt neben dem Glan-Blies-Weg – als Standort vorgesehen. An jedem der Standorte soll es unterschiedliche Angebote geben, darunter ein solarbetriebener Kühlschrank, eine Sportbox und ein sogenannter Bike-o-Mat mit Fahrradersatzteilen. Ermittelt wurden die Standortgemeinden über eine Beteiligungsplattform. Dabei konnten Bürger online oder über Telefon zwischen dem 21. Februar und dem 10. April für ihren Favoriten in den drei Verbandsgemeinden stimmen.

16,5 Millionen Euro für Modellprojekte

Seit 2022 gehört der Landkreis Kusel zu den 73 bundesweit ausgewählten Smart-City-Kommunen und Körperschaften. Unter dem Motto „Landl(i)eben – digital.gemeinsam.vorOrt“ sollen bis Ende 2026 Modellprojekte realisiert werden. Insgesamt werden die Kosten für Smart City mit 16,5 Millionen Euro kalkuliert, der Kreis steuert davon zehn Prozent bei.

Im Teilbereich „Medi-KUS“, wo es um Gesundheit, Pflege und Prävention geht, sollen rund 4,4 Millionen Euro fließen. Neben Telemedizin, Vernetzung von Gesundheitsangeboten und Aufrüstung der Dorfgemeinschaftshäuser für virtuelle Sprechstunden gehören zu diesem Schwerpunkt auch die drei digitalen Trimm-dich-Pfade.

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