Bedesbach
Streit um Vorkaufsrecht: Familie sucht Gespräch mit Gemeinde
Die Tochter der Familie Klein wohnt mit Partner und Kind seit drei Jahren in dem Anwesen in der Ringstraße 8. Damals hatten die Erben des Hauses eine Besitzübergabe an Pascal Klein notariell geregelt. Ein Verkauf kam jedoch nicht zustande, weil die Gemeinde ihr Vorkaufsrecht ausüben möchte.
Nach dem Willen des Gemeinderates soll das Haus abgerissen werden, um die Dorfmitte – inklusive neuen Wohnraums – neu zu gestalten. Dagegen wehrt sich die Familie Klein. Ihr Rechtsstreit mit der Ortsgemeinde ging bis zum Oberverwaltungsgericht. Dort hatte die Gemeinde zuletzt gewonnen. Allerdings gab sich Klein noch nicht geschlagen und kämpft nun um eine Zulassung der Revision.
Vorschlag der Familie
Die Familie schlägt nun noch einen anderen Weg ein. In einem Schreiben vom 29. Juli drücken Pascal und Kirsten Klein ihre Hoffnung aus, mit der Ortsgemeinde doch eine schnelle Lösung herbeiführen zu können, um dadurch den Verkäufern den noch nicht gezahlten Kaufpreis für die Immobilie zukommen lassen zu können. „Leider war bis heute keiner der Beteiligten zu einem persönlichen Gespräch bereit, weshalb der Rechtsstreit überhaupt entstand“, heißt es in dem Schreiben.
Die Familie regt daher an, in einem persönlichen Treffen – bei einer Bürgerstunde oder vor Ort – die Gegebenheiten zu erörtern. Sie wolle einen Vorschlag unterbreiten, mit dem die Gemeinde weitere Bauplätze schaffen und das Gebäude in der Ringstraße 8 trotzdem erhalten könnte. Nach den Vorstellungen der Familie müsste die Ortsgemeinde ihr Vorkaufsrecht gar nicht erst ausüben. Es könne die gleiche Anzahl junger Familien Wohnraum finden, auch wenn das Haus erhalten bleibe, argumentiert Klein. Ein Erhalt würde der Gemeinde zudem viel Geld sparen, betont er.
Klein hatte gegenüber der RHEINPFALZ bereits angekündigt, die Scheune altersgerecht ausbauen zu wollen. Die Bausubstanz sei gut. Allerdings könnten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten aktuell wegen des laufenden Rechtsstreits nicht begonnen werden.
