Steinbach RHEINPFALZ Plus Artikel Steinbacher Rat setzt Henschtal Frist für Erklärung zu Kindergarten-Umbau

Seit Jahren wird in Steinbach darüber geredet, wie mehr Kita-Plätze geschaffen werden können.
Seit Jahren wird in Steinbach darüber geredet, wie mehr Kita-Plätze geschaffen werden können.

Seit über drei Jahren diskutieren die Gemeindevertreter von Steinbach und Henschtal darüber, wie man dem weiter steigenden Bedarf an Kita-Plätzen gerecht werden kann. Vergangene Woche wollten beide Räte in einer gemeinsamen Sitzung Tacheles reden. Doch die Sitzung wurde kurzfristig abgesagt. Laut Verbandsbürgermeister Christoph Lothschütz verbiete die Gemeindeordnung gemeinsame Sitzungen.

Steinbachs Ortsbürgermeister Jörg Fehrentz erklärte am Freitagabend in deren Ortsgemeinderatssitzung, dass nun „endlich was passieren muss“. Durch die vielen Provisorien, die dem Platzproblem geschuldet seien, leide die Arbeit mit den Kindern, sagt Fehrentz. Nach seiner Aussage habe Kreisverwaltung und Landjugendamt signalisiert, dass die Kita nach einem Umbau 50 statt bisher 40 Kinder betreuen darf.

Mit seinem Vorschlag, den Umbau voranzutreiben, stieß der Ortschef beim Steinbacher Rat zumindest nicht auf Ablehnung. Auch wenn er momentan nicht über Kosten reden wolle, so belaufen sich diese nach ersten Schätzung zwischen 350.000 und 400.000 Euro, die in einer früheren Sitzung vom Büro Decker genannt worden sind. Weiter machte Fehrentz den Vorschlag, die jeweiligen Bauausschüsse sollen gemeinsam eine Liste erarbeiten in der die erforderlichen Umbaumaßnahmen aufgelistet sind. Das solle dann mit Kita-Leitung und Behörden abgestimmt werden. Zudem solle der Ortsgemeinderat Henschtal in den nächsten vier bis sechs Wochen mitteilen, ob er den Umbau mittrage.

Zustimmung nicht sicher

Mit unbewegter Mine verfolgte Henschtals Ortsbürgermeister Roger Decklar die Ratssitzung. Ob seine Gemeinde den Umbau mitfinanzieren wird, ist mehr als fraglich. Auf der einen Seite liebäugeln Decklar und sein Rat mit einem zentralen Vorschulkindergarten in den Räumen der Glantalschule in Glan-Münchweiler. Träger dieser Einrichtung könnte dann die Verbandsgemeinde werden.

Auf der anderen Seite wies Decklar im Gespräch mit der RHEINPFALZ auf die Eigentumsverhältnisse hin. Das Gebäude gehöre Steinbach, alle dort getätigten Investitionen, die bisher Henschtal mitgetragen habe, begünstigten deren Anlagekapital, was sich positiv auf deren Eigenkapital niederschlage. Decklar: „Keine Frage, wir wollen gerne unsere Kinder weiter nach Steinbach schicken. Nur der finanzielle Rahmen muss neu gestaltet werden.“ Gemeint ist die Zweckvereinbarung. Wann der Henschtaler Rat zusammen kommt, ließ Decklar indes offen.

x