Ausblick 2023 RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtsanierung, Photovoltaik und wieder ein Umzug in Lauterecken

Rund um das Schloss soll die Innenstadt attraktiver werden: Durch die Stadtsanierung werden städtische ebenso wie private Maßnah
Rund um das Schloss soll die Innenstadt attraktiver werden: Durch die Stadtsanierung werden städtische ebenso wie private Maßnahmen gefördert.

Das Mittelzentrum Lauterecken soll mit den Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Roseninsel an Attraktivität gewinnen. Das Schloss weiter ins öffentliche Leben und in Feste einzubinden, ist Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis ein Anliegen.

Das Veldenzsschloss und dessen Gewölbekeller seien für dieses Jahr schon gut gebucht, sagt Stadtbürgermeisterin Isabel Steinhauer-Theis. Das Standesamt im Schloss sei beliebt und sie ist überzeugt, dies auch bald vom Gewölbekeller sagen zu können, der seit Mitte vergangenen Jahres erst vermietet werden kann. „Wir hatten eine Megahochzeit“, berichtet sie. Zu Halloween und am Weihnachtsmarkt war einiges los im Gewölbe.

Erstmals sind im vergangenen Jahr Heimatfest, Herbst- und Weihnachtsmarkt von einem neuen Team Freiwilliger statt vom Heimatverein (mit) geplant worden: Das solle so weitergehen, in diesem Jahr voraussichtlich wieder mit einem Umzug beim Heimatfest, sagt die Stadtbürgermeisterin. Sie sei überrascht und erfreut gewesen, wie viele Kleinunternehmer es in Lauterecken und Umgebung gebe, die mitmachen und sich präsentieren wollten, sagt die Stadtbürgermeisterin, die darin auch eine Bestätigung Lautereckens als Mittelzentrum sieht: „Wir haben im Prinzip noch alles.“ Als Herausforderung bezeichnet sie jedoch das Alter einiger Ärzte.

Auch Kleinigkeiten steigern Wohlfühlfaktor

Sichtbar Fahrt aufnehmen soll die Stadtsanierung. Auch erste private Modernisierungsmaßnahmen würden aus diesem Programm gefördert, berichtet die Stadtbürgermeisterin. Die Roseninsel soll zur Freizeitachse werden, die Planaufstellung laufe, auch für den Jugendbereich beim Marktplatz.

Viele Kleinigkeiten hätten den Wohlfühlfaktor schon gesteigert, ist Steinhauer-Theis überzeugt: Relaxliegen auf der Roseninsel, die erneuerte Grillhütte, neue Bänke an Waldwegen und am Friedhof, aufgestellt von den vier Bauhofmitarbeitern, die auch für die Sauberkeit in der Stadt sorgen. „Unsere Stadt hat großes Potenzial“, betont die Stadtbürgermeisterin. „Nicht ohne Grund planen wir ein Neubaugebiet“. Seit gut zwei Jahren seien alle Bauplätze verkauft. Es gebe stets viele Anfragen gerade von jungen Familien. Häuser würden verkauft, ohne überhaupt auf einem Online-Portal inseriert worden zu sein.

Photovoltaik auf Dächern erlaubt und gewünscht

Das Hochwasserschutzkonzept ist fertig. „Wir müssen schauen, was wir wann anpacken“, sagt die Stadtbürgermeisterin: möglicherweise auf dem Krämel oder an der Windhofstraße, wo in einigen Straßen große Schäden durch Starkregen entstanden seien. Auch der durch die Brückenprüfung aufgefallene Sanierungsstau bei den Brücken werde den Stadtrat dieses Jahr beschäftigen – auch mit Blick auf die Frage, wie die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen zu bewerkstelligen sei.

„Wir informieren uns gerade, ob es sinnvoll ist, eine Freiflächen-Photovoltaikanlage aufzustellen“, berichtet die Stadtbürgermeisterin. Klar sei: Die Gestaltungssatzung für die Innenstadt, die demnächst verabschiedet werden soll, erlaube Photovoltaik-Module auf den Dächern.

Hoffen auf Straßenausbau

Ein Termin, um in Sachen Nahwärme eine Lösung zu finden, stehe an: In die Nahwärmezentrale soll ein Blockheizkraftwerk eingebaut werden, um jene Häuser in der Innenstadt zentral zu versorgen, deren Besitzer sich dem gescheiterten Pilotprojekt angeschlossen hatten, bei dem Wärme aus der Lauter gewonnen werden sollte. Fast beendet sei der Umzug des Stadtarchives in die Räume der Nahwärmezentrale.

Wenig Einflussmöglichkeit bestehe jedoch in Sachen Ausbau der Lautertal- und Cronenberger Straße. Der Landesbetrieb Mobilität ist da zuständig. Sie hoffe auf Bauarbeiten in diesem Jahr, sagt die Stadtbürgermeisterin.

Mehr zum Thema
x