Idar-Oberstein Stadtbibliothek zeigt Werke von Karl Hartmann

Karl Hartmann bezeichnet sich selbst als „wahrscheinlich normalen“ Menschen.
Karl Hartmann bezeichnet sich selbst als »wahrscheinlich normalen« Menschen.

In der Stadtbibliothek Idar-Oberstein ist aktuell eine Gemäldeausstellung von Karl Hartmann unter dem Titel „Abschied von der heilen Welt?“ zu sehen.

Die ausgestellten Gemälde sind im impressionistischen Stil gehalten, mit reduzierter Farbpalette, aber trotzdem in einer kräftigen Farbigkeit gemalt. Sie bilden europäische Landschaften in ihrer natürlichen Schönheit ab, von schädlichen Umwelteinflüssen noch nicht belastet. Die Bilder müssen nicht enträtselt oder erklärt werden, sie erheben keinen akademischen Anspruch, sie zeigen einfach eine Natur, die positiv vom Betrachter aufgenommen wird.

„Wahrscheinlich normal“

Das Malen war für Karl Hartmann schon in der frühen Jugend eine Leidenschaft, die er als Autodidakt, durch Museumsbesuche und das Studium zahlreicher Literatur verfeinert hat. Im Laufe der Zeit entstanden so 300 Ölgemälde, die teilweise auch in Frankfurt, Diez, Oberstdorf, Bingen und Idar-Oberstein ausgestellt wurden. Nebenbei schrieb Hartmann drei Romane. Sein jüngstes Buch ist der Krimi „Der Stachel des Skorpions“, der in Idar-Oberstein spielt.

Hartmann selbst bezeichnet sich mit humoristischem Hintersinn als „wahrscheinlich normalen“ Menschen: „Ich wurde geboren und ging regelmäßig zur Schule. Danach war ich Maschinenbauer, Fahrlehrer und Berufssoldat.“ Er behauptet von sich, dass er in seinem Leben noch keine Brücke in die Luft gesprengt, keinem Menschen seine Heimat gestohlen oder einen Krieg angezettelt habe.

Die Stadtbibliothek Idar-Oberstein in der Hauptstraße 373a ist montags und donnerstags, jeweils von 10 bis 14 und von 15 bis 18 Uhr, sowie mittwochs und freitags, jeweils von 12 bis 17 Uhr, geöffnet. Die Ausstellung kann während der normalen Öffnungszeiten besichtigt werden, der Eintritt ist frei.

x