Fußball
SG Hüffler/Wahnwegen im ersten Aufstiegsspiel gnadenlos effektiv gegen TuS Gries
Die SG Hüffler/Wahnwegen hat am Freitagabend einen ersten Schritt in Richtung A-Klasse gemacht. Im Hinspiel setzte sich die SG als Vizemeister der B-Klasse Nord gegen den TuS Gries aus der Südstaffel klar mit 4:0 (3:0) durch. Ganz so deutlich aber war das Geschehen dann doch nicht.
Hätte man eine Liste mit Ballbesitz und Torschüssen geführt, der TuS Gries dürfte dort am Ende jeweils vorne gelegen haben. Das Problem dabei: Er wurde, je näher es an das Tor der Hausherren ging, ganz lange Zeit nicht zwingend genug. Und wenn doch, standen entweder Pfosten, Latte, ein Abwehrbein oder Torhüter Sven Merkert im Weg. Auf der anderen Seite wiederum machte Gries es den Hausherren zu leicht, die eigenen Tore zu erzielen.
Erster Treffer nach 93 Sekunden
Das ging schon nach exakt 93 Sekunden und einem Angriff über links los, an dessen Ende Torjäger Kenny Metzger zum 1:0 einschoss. Gries-Keeper Pascal Henns war noch am Ball dran, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Die erste Torannäherung für Gries ging auf das Konto von Michael Fauß, der aus zwölf Metern in zentraler Position frei zum Abschluss kam, aber auch zu harmlos rechts vorbei schoss.
Bei immer noch sommerlichen Temperaturen passierte vor über 600 zahlenden Zuschauern eine knappe Viertelstunde dann relativ wenig, ehe wieder die SG den nächsten Stich setzte. Spielertrainer Viktor Luks durfte sich im Strafraum mit dem Rücken zum Tor unbedrängt drehen. Sein Flachschuss ging links unten rein (28.). Fehlte hier das Eingreifen der TuS-Defensive, gab sie die Vorarbeit zum dritten Treffer der „Hüwas“ dann gleich selbst. Schon der Ball vom Torwart zum Verteidiger wurde schlampig von hinten heraus gespielt, die nächste Ballabgabe landete dann direkt in den Füßen von Luks, der die Kugel aus 30 Metern halblinker Position sehr sehenswert über alle hinweg in den rechten Winkel hob (41.).
Gries setzt aufs Rückspiel
Nach dem Wechsel machte der TuS Gries dann noch mal ordentlich Druck, schnürte die Gastgeber phasenweise in der eigenen Hälfte ein, wurde aber erst mal überhaupt nicht gefährlich. Sekunden nachdem ein Zuschauer die Prophezeiung „Eher schießen die Hüfflerer das vierte Tor, als dass Gries hier trifft“ abgab, passierte auch genau das. Einen Konter, über die rechte Seite initiiert, schloss Elias Strauß mühelos zum 4:0 ab (58.). Am weiteren Verlauf änderte das aber nichts. Gries drückte weiter auf die Tube, es war phasenweise ein Scheibenschießen, Eckbälle gab es in Serie, aber der Ball wollte trotz nun guter Chancen einfach nicht rein. Pfosten (64.), Latte (84.) oder aber Keeper Merkert (89., 90.+1) verhinderten dies. Und so gewann die SG Hüffler/Wahnwegen das Spiel am Ende klar und deutlich. Und wegen der Effektivität auch durchaus verdient.
„Wir haben als Mannschaft eine erwachsene Leistung gezeigt. Ich bin sehr zufrieden. Wir wussten, dass Gries nach der Pause noch mal mit viel Druck kommt, haben das aber auch gut überstanden und dann den Konter zum 4:0 gut ausgespielt. Jetzt fahren wir nach Gries, um das Ding dort klarzumachen, haben da wenig Druck“, erklärte Viktor Luks nach dem Spiel. Andreas Samuel, Spielertrainer des TuS Gries sah, „dass wir eigentlich nicht schlechter waren, aber eben zu viele individuelle Fehler gemacht haben“, richtete den Blick dann aber auf das Rückspiel am Samstag (6. Juni, 17 Uhr), denn „da zählt's, wir wollen das dritte und entscheidende Spiel erzwingen“. Ein einfacher Sieg würde dafür reichen, das Torverhältnis zählt nicht.