Kreis Kusel SG Hüffler eilt dem Titel entgegen

THALLICHTENBERG. Diesmal stoppt sie sicher keiner mehr: Die SG Hüffler-Wahnwegen eilt mit übergroßen Schritten dem Meistertitel in der B-Klasse Nord entgegen. Gestern meisterte das Team um Spielertrainer Timo Groß auch die Hürde bei Verfolger TSG Burglichtenberg. Den Gastgebern droht nach der 1:3 (0:1-)Niederlage der undankbare Platz drei.
Vor einem Jahr war die SG erst auf der Zielgeraden gescheitert. Von einer neuerlichen Zitterpartie ist der Tabellenführer im Mai 2014 weit entfernt – nicht zuletzt dank des gestrigen Siegs im Spitzenspiel – dem achten in Folge in der makellosen Bilanz des Jahres. „Gewinnen macht mehr Spaß. Deshalb wollen wir auch in den restlichen drei Spielen Gas geben, bis Saisonende zumindest niederlagenfrei bleiben“, freute sich Timo Groß nach dem Schlusspfiff. Dass seine Elf und ihr gestern wieder stark vertretener Anhang mit Weizenbier-Duschen noch warten mussten, weil die „Edos“ den SV Ulmet 3:0 bezwangen und daher noch die rein theoretische Chancen haben, Hüffler einzuholen, machte Groß nichts aus. Im Gegenteil: „Daheim ist es doch am schönsten“, sagte der Coach mit Blick auf die Chance, das noch notwendige Pünktchen am kommenden Wochenende vor heimischem Publikum zu holen. Es war angerichtet für ein echtes Spitzenspiel – tolles Wetter, klasse Kulisse auf prima Untergrund im wunderbaren Stadion vor der Burgkulisse. Und es ging munter los. Da war nicht viel mit Abwarten. Ohnehin brachte der Tabellenführer die ambitionierten Gastgeber früh in Zugzwang: Heiko Sander, mit einer Schusskraft wie ein Pferd gesegnet, ballerte in unnachahmlicher Manier einen Freistoß aus mehr als 25 Metern ins Netz. Bei den Gastgebern lief danach wenig bis nichts – zumindest im ersten Abschnitt. „Wenigstens war die zweite Halbzeit okay, die Jungs haben gekämpft“, meinte TSG-Coach Sebastian Strauß. Bitter für ihn und sein Team: Für Co-Trainer Philip Steuer war nach 30 Minuten Feierabend, Strauß humpelte in Minute 73 vom Feld. „Das war das i-Tüpfelchen auf einen gebrauchten Tag“, seufzte der gestern glücklose Stürmer. Für ihn wie Steuer wird die Saison wohl beendet sein. „Aber wir geben noch nicht auf“, sagte Strauß, der allerdings einräumte: „Wir haben heute ja wirklich alles vermissen lassen, was uns zuletzt so stark gemacht hat. Der Sieg für Hüffler war vollkommen verdient.“ Den Schlüssel dafür sah sein Gegenüber Groß in einer mannschaftlich geschlossenen Leistung, die auf einer starken Defensiv-Abteilung gründete. Tatsächlich ließ der Tabellenführer hinten nichts anbrennen. Chancen erarbeitet sich das Team ja immer. Die TSG hatte nach einer Stunde ausgeglichen – gerade 80 Sekunden auf dem Platz, hatte Marcel Fauß aus mittlerer Position abgezogen. Hüffler aber fand genau die richtige Antwort: Sechs Minuten später flankte der einmal mehr bärenstarke Kapitän Jonas Börtzler von links diagonal auf Andre Knapp. Der preschte vor, machte das ganz clever und lochte aus spitzem Winkel ein. Die TSG rannte zwar wacker weiter an, vieles blieb jedoch Stückwerk. Anders bei den Gästen, die noch so einige Chancen liegen ließen. Sander machte schließlich zwölf Minuten vor Ende gegen die nach Strauß’ Ausscheiden verbliebenen neun TSG-Feldspieler den Deckel drauf: Über rechts hatte sich Marc Knapp schön durchgesetzt, aber ungenau nach innen gepasst. Noch ungenauer aber „klärten“ die Gastgeber – direkt auf den Stiefel des einschussbereiten Mittelfeldstrategen.