Glan-Münchweiler / Kusel
Seitenwechsel auf der A62: Fahrbahn in Richtung Pirmasens wird saniert
Die Fahrbahnoberfläche ist fertig, die Markierung bereits aufgezogen, die Leitplanken installiert. Auf der A62 zwischen Glan-Münchweiler und Kusel ist die erste Phase der Sanierung nahezu abgeschlossen. Derzeit sind noch einzelne Bautrupps auf dem knapp sechs Kilometer langen Streckenabschnitt unterwegs, um kleinere Restarbeiten zu erledigen. Sobald auf der Strecke in Richtung Trier wieder freie Fahrt ist, geht’s in der Gegenrichtung weiter.
Wie Klaus Kossok, Sprecher der Autobahn GmbH, Niederlassung West, auf Anfrage der RHEINPFALZ mitteilte, wird am Wochenende, 19. und 20. August, die Verkehrssicherung für den nächsten Bauabschnitt eingerichtet. „Dabei kann es zu Verzögerungen kommen“, sagt Kossok. Ab Montag, 21. August, ist zwar die Auffahrt der Anschlussstelle Glan-Münchweiler in Richtung Kusel wieder frei, dennoch wird es wegen der Arbeiten weiterhin Einschränkungen geben: Der Verkehr wird bis Mitte September – knapp drei Wochen lang – einspurig auf beiden Richtungsfahrbahnen geführt. Während dieser Zeit werden nach Angaben Kossoks Mittelstreifenüberfahrten angelegt und in Fahrtrichtung Trier eine Schutzwand errichtet.
Ende der Arbeiten im Sommer 2024
Im Anschluss wird die A62 in Fahrtrichtung Pirmasens saniert, die Fahrbahn in einer Stärke von zwölf Zentimetern erneuert. Darüber hinaus wird nach Angaben Kossoks die Henschbachtalbrücke instandgesetzt sowie an zwei weiteren Brücken die Abdichtungen und Kappen erneuert. Der Verkehr wird – ebenfalls einspurig – an der Baustelle vorbeigeleitet. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Sommer 2024 abgeschlossen sein.
Die beauftragten Firmen haben vor knapp einem Jahr mit der Sanierung des A62-Abschnitts zwischen Glan-Münchweiler und dem Rastplatz Potzberg begonnen. Eigentlich wollte die Autobahn GmbH bereits im Frühjahr zur Halbzeit pfeifen, bis Ende des Jahres hätte auf dem gesamten Autobahnabschnitt sogar wieder freie Fahrt sein sollen. Doch daraus wurde nichts. Anfangs waren die Firmen zügig vorangekommen, doch im Frühjahr kam es zu Verzögerungen. „Taktgebend sind bei Maßnahmen in diesem Umfang die stark witterungsabhängigen Brückenbau- und Brückensanierungsarbeiten. Das war auch hier der Fall“, sagt Kossok. So könnten etwa Abdichtungsarbeiten an Brücken nur bei entsprechender Witterung durchgeführt werden. Personalprobleme bei den eingesetzten Firmen habe es im Zuge der Arbeiten nicht gegeben, das sei „kein Thema“ gewesen.
Inwieweit die Verzögerungen zu höheren Kosten führen, werde sich erst nach der Schlussabrechnung zeigen. „Bei Maßnahmen dieser Größe bleiben unvorhersehbare Arbeiten und damit verbundene Nachträge allerdings nicht aus“, ergänzt der Sprecher der Autobahn GmbH. Ursprünglich wurden die Kosten des Ausbaus mit rund zehn Millionen Euro kalkuliert.