Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Saison soll abgebrochen werden: Klares Votum aus dem Fußballkreis KUS-KL

Werden nach dem Willen der Vereine in dieser Spielzeit nicht mehr gebraucht.
Werden nach dem Willen der Vereine in dieser Spielzeit nicht mehr gebraucht.

Beim klaren Votum pro Saisonabbruch der Vereine im Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV) hat der Fußballkreis Kusel-Kaiserslautern noch das knappste Ergebnis geliefert – gleichwohl fiel es mit 45 zu 21 noch immer recht deutlich aus. Kreisvorsitzender Rainer Pfaff ist davon nicht überrascht, weiß aber auch, dass damit noch nicht viel geklärt ist.

Das Ergebnis habe er auch in der Deutlichkeit erwartet, sagte Pfaff am Mittwochnachmittag auf RHEINPFALZ-Nachfrage. „Keiner der Vereine, zu denen ich im Vorfeld Kontakt gehabt habe, wollte weiterspielen.“ Allerdings schränkt er ein, dass er nur mit sieben, acht Vereinsvertretern vor der Abstimmung gesprochen habe. „Es hat ohnehin schon so viele Diskussionen gegeben. Wir haben uns entschieden, nicht aktiv Meinungen einzuholen und diese dadurch womöglich zu beeinflussen“, schilderte Pfaff.

KUS-KL: Knapp 32 Prozent gegen Abbruch

Dem Kreisvorsitzenden ist klar, „dass es in dieser Sache keine gerechte Lösung geben kann“. Umso mehr freut es ihn, dass sich so viele Vereine an der Umfrage beteiligt haben und die Ergebnisse somit repräsentativ sind. 590 Stimmen wurden im Bereich des SWFV abgegeben, das entspricht mehr als 80 Prozent der am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften. Das Ergebnis war eindeutig: 453 von ihnen wollen einen Saisonabbruch, das sind 77 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Aus dem Fußballkreis Kusel-Kaiserslautern haben 66 Mannschaften abgestimmt. 21 würden die Spielzeit gerne zu Ende spielen, 45 wollen abbrechen. Dieses Ergebnis (immerhin 31,8 Prozent wollen die Saison zu Ende bringen) ist das knappste im gesamten SWFV.

Virtuelle Sitzung des SWFV-Präsidiums

Rainer Pfaff hätte nichts gegen eine bundesweit einheitliche Regelung durch den DFB, weiß aber auch, dass es in den Satzungen der Landesverbände „ganz klar geregelt ist, wer wofür zuständig ist“. Daher hegt er da nicht viel Hoffnung. Pfaff glaubt, es wäre einfacher gewesen, die Saison fertig zu spielen als eine neue bis zum nächsten Sommer durchzubekommen. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir zum 1. September anfangen können.“ Eine gute Lösung wäre es seiner Meinung nach nun, den Spielbetrieb umzustellen, so dass eine Fußballsaison dem Kalenderjahr entspricht.

Am Donnerstagabend wird das SWFV-Präsidium in einer virtuellen Sitzung darüber beraten, wie es weitergeht. Pfaff ist sich sicher, dass „wir uns jetzt auch an das Votum halten werden“. Es gelte, die verschiedenen Abbruchszenarien zu diskutieren, die den Vereinen ja schon grob vorgestellt wurden. Nicht jedes der acht sei tatsächlich praktisch umsetzbar, befindet Rainer Pfaff. Eine Vorauswahl sei womöglich nötig. In jedem Fall erwartet er, dass sich die Vereine nicht mehr ganz so einig sein werden wie bei der Frage nach Saisonfortsetzung oder -abbruch, wenn es um Aufsteiger, Absteiger und Klassengrößen geht.

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