Fussball
Rowos II steigen in die B-Klasse auf
Der FV Ramstein war gerademal mit zehn Spielern angereist, daher war schon zu Beginn der Partie klar, dass es eine einseitige Partie werden würde. Über die gesamte Spieldauer hatte der einheimische Torwart Julian Christmann zwei Ballkontakte, Chancen der Gäste: Fehlanzeige.
Die Rowos versuchten, das Spiel schnell zu machen und die Breite des Kunstrasenplatzes zu nutzen, zunächst ohne Erfolg. Ziel der Olympia hingegen war, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und hinten die Räume eng zu machen.
Nach knapp zehn Minuten forderte Harry Kihl, Coach der TSG, an der Außenlinie, das Spiel „nicht so dahinplätschern zu lassen“. Seine Mannen hörten wohl genau hin, denn direkt im Anschluss daran gelang Ahmet Demiroez der Führungstreffer. Der gleiche Spieler trat fünf Minuten später zum Eckstoß an, vor dem Tor stieg Mathias Patrick hoch und bugsierte den Ball zum 2:0 ins Netz.
Aufopferungsvolle Kämpfer
Ramstein wehrte sich tapfer, versuchte immer wieder, die Bälle aus der Gefahrenzone zu schlagen, entweder möglichst weit nach vorn und wenn’s nicht anders ging über die Seiten- oder Torauslinie. Als Folge davon sprangen mehrere Eckstöße heraus, die jedoch nichts Zählbares einbrachten. Konsequenter wurden die Hausherren dann nach etwa einer halben Stunde: Erneut Demiroez, Lars Metzger, Christian Huber und Kapitän Patrik Dejon schraubten das Ergebnis bis zum Pausenpfiff auf 6:0 hoch.
Nicht locker ließen die Rowos nach Wiederbeginn: Wieder Mathias war per Kopf zum 7:0 zur Stelle. In Unterzahl kämpfte der FVR weiter aufopferungsvoll, während die TSG jetzt mit dem Durchwechseln begann und frische Kräfte brachte. Letztlich wurde es dann doch zweistellig. Patrick Mathias landete seinen dritten Kopfballtreffer und Brandon Müller blieb es vorbehalten, die letzten beiden Treffer des Tages zum 10:0-Endstand zu erzielen in einer äußerst fairen Partie mit ganz wenig Pfiffen des Unparteiischen.
Gut präpariert
Auf Seiten der Rowos war man (wen wundert’s?) vorbereitet. Pünktlich zum Abpfiff waren die üblichen Feieruntensilien wie Meister-T-Shirts, Sekt und Riesen-Bierglas herangeschafft worden.
„Der heutige Gegner, zu Beginn der Saison einer der größten Mitkonkurrenten, war zuletzt nicht mehr so stark. Dass es heute aber so leicht wird, hätte ich nicht erwartet. Trotzdem nahmen wir den Gegner ernst, spielten diszipliniert und ließen den Ball laufen. Der Aufstieg war von Anfang an unser Ziel, wir sind gut und weitgehend verletzungsfrei durch die Saison gekommen, aber jetzt sind wir froh, dass es dem Ende zugeht. Auch wenn ich das in meiner Trainerkarriere schon mehrfach erleben durfte, ist der Aufstieg nach wie vor etwas Besonderes für mich“, so Harry Kihl, der Trainer des neuen Meisters.
Sein Gegenüber Rene Fuchs erklärte: „Die Niederlage war auch in dieser Höhe verdient. Es gab verschiedene Gründe, warum wir heute nur zu zehnt waren. Wir wollten jedoch unbedingt dieses Spiel bestreiten. Die Jungs haben alles gegeben.“
So spielten sie
TSG Wolfstein/Roßbach II: Christmann - Dejon, Gross, Mathias - Emrich, Lemke, Müller, Berg (65. Wicke), Huber (56. Gauch) - Demiroez (52. M. Scheidt), Metzger (52. D. Scheidt)
FV Ramstein III: Fuchs - Herzel, Sebastian, Wieczorek, Epp - Divivier, Makowe, Schenkel, Ngomo - Urbatzka
Tore: 1:0 Demiroez (8.), 2:0 Mathias (14.), 3:0 Demiroez (29.), 4:0 Metzger (33.), 5:0 Huber (39.), 6:0 Dejon (45.), 7:0 Mathias (50.), 8:0 Mathias (65.), 9:0 Müller (70.), 10:0 Müller (78.) - Beste Spieler: Mathias, Emrich, Demiroez - Wieczorek, Makowe - Zuschauer: 105 - Schiedsrichter: Seiberth (Zweibrücken)