Kusel
Rettungsschwimmer trainieren wieder im neuen Bad – Kritik an kleinerer Wasserfläche
Um 17.45 Uhr sammeln sich die ersten Trainingsteilnehmer der Ortsgruppe Altenglan im Eingangsbereich des Bades. Die zurückliegenden vier Jahre waren organisatorisch durchaus eine Herausforderung. „Wir sind auf die unterschiedlichsten Bäder hier in der Gegend ausgewichen“, sagt Trainingsleiter Patrick Cappel. Darunter waren beispielsweise Bäder in Kaiserslautern, Ramstein oder Oberkirchen.
Immer neue Trainingszeiten
„Jedes neue Bad bedeutete andere Trainingszeiten. Die mussten sich erst mal etablieren. Dazu kam dann für die Eltern noch die weite Anfahrt“, schildert Cappel. Dies ging nicht spurlos am Verein vorbei, so habe sich die Zahl aktiver Mitglieder von 40 bis 45 auf etwa 20 bis 25 Personen reduziert. Der Mittwochabend müsse sich als Trainingszeit auch erst einmal etablieren, aber man sei froh darüber, endlich wieder im Kreis Kusel trainieren zu können.
„Das erste Training im neuen Bad war gut. Es ist schön, nicht mehr so weit fahren zu müssen“, stimmt Philipp Schnitzer zu. Etwas kritischere Töne kommen hingegen von Schwimmer Felix Neu: „Die Gestaltung ist natürlich sehr schön, aber das Bad wurde nicht wirklich für Schwimmer gebaut. Der Sprungturm zum Beispiel schränkt die Wasserfläche für uns extrem ein.“ Aktuell gilt für die Eintrittspreise noch ein vergünstigter Corona-Tarif. Wie es nach der Pandemie weiter geht werde sich zeigen. Der reguläre Preis von 6,50 Euro für Erwachsene sei allerdings sehr hoch, merkt Neu an.
Die Altenglaner Ortsgruppe teilt sich einige Trainingstage mit der DLRG Kusel. So auch den Mittwochabend. Um 18.45 Uhr sammelt sich bereits die nächste Gruppe am Beckenrand. Für die Kuseler Ortsgruppe steht laut Trainingsleiter Patrick Bott im Bad auch eine Lagermöglichkeit für Trainingsmaterialien zur Verfügung. Dennoch bedauert Bott, dass die Wasserfläche so klein ausfällt. „Eine Bahn mehr wäre schon schön gewesen“, sagt Bott im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Mitglieder eingebüßt
Auch die Kuseler Ortsgruppe hat über die Schließungszeit auf andere Bäder ausweichen müssen und Mitglieder eingebüßt. Die Zahl der Aktiven habe sich von rund 70 auf etwa 50 Personen verringert. „Ich denke sowohl die Eltern, als auch die Schwimmer sind froh darüber, endlich wieder im heimischen Bad trainieren zu können“, äußert sich Bott erfreut. Das sehe man an der großen Trainingsbeteiligung. Schwimmerin Lea Lißner zeigt sich begeistert über das neue Erscheinungsbild des Bades: „Das ist ein ganz anderes Gefühl. Alles ist so neu, bunt und sauber. Es ist schön, endlich wieder hier in Kusel sein zu können.“