Kreis Kusel
Römerweg asphaltiert und auch für Radfahrer und Co. gedacht
Ein Wirtschaftsweg bei Wahnwegen wurde Ende 2023 im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens Liebsthal, das auch Teile der Dörfer Wahnwegen, Quirnbach, Hüffler, Herschweiler-Pettersheim, Steinbach, Glan-Münchweiler, Rehweiler und Börsborn betrifft, asphaltiert. Radfahrer, Spaziergänger, Jogger, Walker und Hundehalter können den neuen Weg nutzen, zu dem auch ein großer Parkplatz gehört. Dass er gut angenommen wird, zeigt sich unter anderem vor Ort im Gespräch mit Tatjana Jung aus Steinbach und Janina Partenheimer aus Henschtal. Beide freuen sich und nutzen öfter den neuen Weg mit seiner herrlichen Aussicht.
Die Maßnahme fußt auf einer Vereinbarung zwischen der Teilnehmergemeinschaft Liebsthal, dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) und dem Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Westpfalz (DLR). Diese regelt den Radwegebau im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens. Laut Bernd Fricke vom DLR Kaiserslautern ist die Baumaßnahme als Vervollständigung und Ausbau des gemarkungsübergreifenden Verbindungswegenetzes des Römerweges von der Gemarkungsgrenze Schellweiler über die Gemarkungen Hüffler, Wahnwegen und Liebsthal bis zum Sangerhof zu sehen. Hier besteht Anschluss an bestehende Verbindungswege – insbesondere Richtung Quirnbach. Neben der Hauptstraße zwischen Wahnwegen und Liebsthal wurde eine Querung der K52 (ehemals L352) geschaffen – mit 170 Meter Radweg, der zum Sangerhof führt.
Vorher geschottert und in schlechtem Zustand
Grundsätzlich betont Fricke, dass es sich bei dem 3780 Meter langen Weg um einen landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg handelt. Er kann jedoch auch als Radweg genutzt werden. Er ist touristisch überregional nutzbar – auch zum Glan-Blies-Radweg über Quirnbach nach Rehweiler oder nach Glan-Münchweiler. Wie das DLR betont, sei die Maßnahme eine Verbesserung der Agrarstruktur. Sie trage erheblich zur Erhaltung der Landwirtschaft und Kulturlandschaft und damit zum Erhalt eines bedeutenden Wirtschaftsfaktors bei.
Der sogenannte Römerweg war vor dem 570.000 Euro teuren Ausbau geschottert und in schlechtem Zustand. Die Wegebaumaßnahme wird mit 85 Prozent von Land und Bund aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) gefördert. Der Eigenanteil der Teilnehmergemeinschaft beträgt 15 Prozent.