Kreis Kusel
Positives Fazit nach Anschaffung von Lüftungsanlagen für Kitas und Grundschulen
In der Kita Konken ist nur eine Lüftungsanlage in einem vergleichsweise schlecht zu lüftenden Gruppenraum installiert worden. Leiterin Birgit Held ist froh darum, denn das Gerät ist sehr groß. Die Installation weiterer Geräte in anderen Räumen hätte dort für noch größere Platzprobleme gesorgt. Die vorhandene Anlage schalte sich automatisch ein, wenn die Luftwerte nicht ausreichend gut seien, berichtet sie. Positiv sei, dass sich Sorgen bezüglich hoher Lautstärke nicht bestätigt hätten und auch keine Zugluft entstehe. Das Gerät halte zudem die Raumtemperatur kontant. Allerdings seien keine deutlichen Unterschiede zu den anderen Räumen zu bemerken. „Die Luft ist dort, wie in den anderen Räumen“, sagt Held.
Mehrere Lüftungsanlagen verbaut
Immer im Einsatz sind die Lüftungsanlagen in der Kita „Piepmatz“ in Grumbach. Dort wurden die Geräte in allen Räumen verbaut, wo viele Menschen aufeinandertreffen, also in den Gruppenräumen, dem Flur und dem Schlafraum, berichtet Kita-Leiterin Korinna Jaki. „Im Vorfeld hatten wir die Befürchtung, dass es sehr laut wird. Doch man muss sich schon sehr konzentrieren, um die Anlagen zu hören.“ Auch dort ist Zugluft kein größeres Problem. Gelegentlich würden Mitarbeiter im Personalraum allerdings einen leichten Zug bemerken, wenn sie direkt unter der Anlage sitzen. „Wir haben nur Vorteile und die Anlagen machen einen guten Job.“ Es werde sehr viel rausgefiltert und als die Anlagen einen Tag nicht liefen, habe man deutlich bemerkt, dass die Luft schlechter war, erklärt Jaki. „Durch die Anlagen wurde das Raumklima deutlich aufgewertet“, fügt die Kita-Leiterin an.
Gut durch Corona gekommen
„Man merkt es nicht direkt, aber gefühlt müssen Gruppenräume weniger gelüftet werden“, berichtet Leiterin Andrea Köhler von der Kita Breitenbach. Fest installiert sind Anlagen in Gruppen-, Schlaf-, und Nebenräumen. Die Geräte seien vom Büro aus schaltbar und während der Öffnungszeiten im Dauerbetrieb. Ob und wie stark der Nutzen gegen Krankheitserreger sei, könne sie nicht beurteilen, sagt Köhler. Doch gibt es auch in Breitenbach keine Probleme mit dem Geräuschpegel oder mit Zugluft. „Wenn es ganz ruhig ist, ist es hörbar, aber das kommt in einer Kita kaum vor“, berichtet sie lachend. Auf Anregung des Elternausschusses wurden während der Pandemie mobile Geräte angeschafft, die noch im Nebengebäude genutzt werden. Möglicherweise sei die Breitenbacher Kita auch deswegen gut durch Corona gekommen.
Kaum Arbeitsaufwand
Noch nicht sehr lange in Betrieb sind die Anlagen in der Kita „Kleine Strolche“ in Sand. Verbaut sind sie in allen Räumen, in denen sich Kinder aufhalten, berichtet Leiterin Alexandra Altherr. Die Anlagen würden sich allein regulieren, stellten also für das Personal kaum einen Arbeitsaufwand dar. Auch dort stören Geräusche nicht, jedoch seien Räume „recht kühl und gelegentlich ist ein leichter Luftzug wahrzunehmen“, erklärt Altherr. Für den Sommer bestehe daher die Hoffnung, dass gerade im zweiten Geschoss die Luft in heißen Monaten besser werde. Verbaut wurden verschiedene Anlagentypen. Zu den Anschaffungskosten kämen die Kosten für Wartung und Filterwechsel, merkt Altherr an.
Anlagen in sechs Kitas verbaut
Im Bereich der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan wurden an sieben Grundschulen fast 1,4 Millionen Euro investiert. Die jährlichen Wartungskosten der Anlagen belaufen sich nach Angaben der VG auf zirka 30.000 Euro. In sechs Kitas wurden für rund 600.000 Euro Anlagen geplant und auch verbaut. Dafür werden die jährlichen Wartungen mit rund 17.500 Euro beziffert. Anschaffung und Planung wurden mit 80 Prozent gefördert.
Ähnlich sehen die Zahlen im Bereich der Investitionen bei der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein aus. In fünf Grundschulen und sechs Kitas wurden Anlagen verbaut. Das Gesamtkostenvolumen beläuft sich auf knapp zwei Millionen Euro, die Förderung betrug etwas mehr als 1,5 Millionen Euro. Noch liegen nicht alle Daten für die jährliche Wartung vor. Bisher liegen sie zwischen rund 840 und 1100 Euro.
In der Verbandsgemeinde Oberes Glantal wurden acht Grundschulen und zehn Kitas mit Lüftungsanlagen ausgestattet. Für die Grundschulen wurden 1,78 Millionen Euro investiert, der Eigenanteil lag bei rund 350.000 Euro. Für die Kitas wurde ein Eigenanteil von rund 220.000 Euro fällig (Gesamtkosten: 1,18 Millionen Euro). Jährlich fallen pro Gerät dann noch Kosten für zwei Filterwechsel und die Wartung an, was etwa 370 Euro kostet, informiert die Verwaltung.