Blaubach RHEINPFALZ Plus Artikel Ortsbürgermeister: Für Wahl am 11. April kein Kandidat in Sicht

Der Gemeinderat kommt am Montag im Dorfgemeinschaftshaus zusammen.
Der Gemeinderat kommt am Montag im Dorfgemeinschaftshaus zusammen.

Neuer Anlauf: Für Montag, 11. April, steht in Blaubach die Wahl eines Ortsoberhaupts auf der Tagesordnung. Doch nach Lage der Dinge wird der Gemeinderat in der Sitzung vergeblich auf Bewerber warten. Erster Beigeordneter Peter Dietrich wird definitiv nicht antreten.

Seit Mitte Januar ist der Sessel verwaist. Mit Wirkung vom 15. Januar hatte Andreas Lutz das Amt niedergelegt. Stress, Überlastung, gesundheitliche Gründe, mangelndes Gemeinschaftsgefühl und schlechte Stimmung im Ort hätten die Arbeit im Ehrenamt erschwert. Gut drei Monate nach Lutz’ Abgang hätte neu gewählt werden sollen. Die Urwahl, für Sonntag, 10. April, vorgesehen, war allerdings vorzeitig abgeblasen worden. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 21. Februar hatte sich kein Kandidat gemeldet.

Weil eine Urwahl mangels Bewerber nicht möglich ist, kann nun der Gemeinderat ein Ortsoberhaupt wählen. Dies sieht die Tagesordnung für die Sitzung am Montag, 11. April, (19.30 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus) vor. Bislang hat sich aber kein möglicher Bewerber aus der Deckung gewagt.

Beigeordneter winkt ab

Ihm sei jedenfalls nicht bekannt, ob jemand Interesse habe, sagte der erste Beigeordnete Peter Dietrich auf RHEINPFALZ-Anfrage. Zumindest habe sich niemand vorab gemeldet, so Dietrich, der seit Lutz’ Verzicht die Amtsgeschäfte führt. Die Frage, ob er sich denn nicht vorstellen könne, das Amt zu übernehmen, beantwortete Dietrich klar und deutlich: „Ich werde definitiv nicht für das Amt zur Verfügung stehen.“ Er hätte ja Gelegenheit gehabt, sich der Urwahl zu stellen. Darauf habe er verzichtet. Auch am Montag werde er seinen Hut nicht in den Ring werfen. Angesichts hoher beruflicher Belastung könne er die aufwendigen Geschäfte nicht dauerhaft führen.

Sollte es am Montag nicht zu einer Wahl kommen, kann der Rat das Thema erneut auf die Tagesordnung setzen. Bis Ende Juni: Denn ist zehn Wochen nach der gescheiterten Urwahl nichts passiert, wird sich die Kreisverwaltung der Sache annehmen. Die wird noch einmal nach einem Kandidaten Ausschau halten. Nach einer „angemessenen Frist“ werde die Verwaltung dann jemanden mit der Führung der Amtsgeschäfte beauftragen. Diese Beauftragung werde im Benehmen mit der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan erfolgen, wie der dort zuständige Mitarbeiter Bernhard Braun auf RHEINPFALZ-Anfrage das Prozedere erläuterte.

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