Reichweiler Open Air an der Futzy Ranch: „Valiant Viper“ wollen Reichweiler rocken

Die Band „Valiant Viper“ tritt an der Futzy Ranch in Reichweiler auf.
Die Band »Valiant Viper« tritt an der Futzy Ranch in Reichweiler auf.

Für die Heavy-Metal- und Hardrock-Band „Valiant Viper“ soll das Konzert in Reichweiler der Höhepunkt des Jahres werden. 70 Helfer packen mit an.

In der Holzhütte auf dem ehemaligen Steinbruchgelände am Fuß des Karrenbergs sitzen sie bereits zusammen: Andy Denis, Michael Braun und Andy Naumann von der Band „Valiant Viper“ – sie sitzen hier gemeinsam mit Carsten Blum, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Naturfreunde Karrenberg. Sie besprechen letzte Details für den anstehenden Auftritt am Samstag, 21. Juni. Der Vorverkauf laufe gut, erzählt Blum. Die Eintrittskarten seien bereits alle vergriffen. Beachtlich, denn 800 Karten wurden gedruckt.

Die Veranstaltung an der Futzy Ranch, dem Vereinsheim der Naturfreunde Karrenberg, ist laut Blum die größte Feier, die der Verein in den vergangenen zehn bis 15 Jahren gestemmt habe. Dafür braucht es auch viel Unterstützung: 70 Helfer sollen am Abend für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Eine große Aufgabe für den kleinen Ort – denn es werden mehr Gäste erwartet, als Reichweiler Einwohner zählt. Das Open Air stemmt der Verein jedoch mit einigen Unterbrechungen und in verschiedenen Formen bereits seit den frühen 90er Jahren, wie Blum erklärt.

Vom Clubauftritt zur Festivalbühne

Die „Valiant Viper“-Mitglieder freuen sich auf ihren Auftritt. Sie haben einen besonderen Bezug zur Location. Michael Braun, der Bassist, und Andy Denis, der Gitarrist, sind Einheimische. „Ich bin ja ein echter Reichweiler Bub. Ich lebe mit kurzen Unterbrechungen schon mein ganzes Leben hier in Reichweiler und bin auch Mitglied bei den Naturfreunden Karrenberg“, erzählt Braun. Andy Denis hat erst später nach Reichweiler gefunden: „Ich bin über meine Partnerin nach Reichweiler gekommen, kannte den Ort aber schon jahrelang durch Motorradfreunde. Ich habe mich sofort wie daheim gefühlt und bin auch direkt in den Verein eingetreten“, schildert er seine Verbindung zu dem kleinen Ort.

Zu „Valiant Viper“, der Heavy-Metal- und Hard-Rock-Coverband, sind die beiden erst 2022 gestoßen. Gegründet wurde die Gruppe aber bereits 2008 in Birkenfeld, wie Andy Naumann berichtet. Der Drummer und Bandmanager der Musikgruppe kennt Denis von einem Vorspielen in Namborn. Als dann eine neue Besetzung für den Bassisten der Band gesucht wurde, kam ihm direkt Michael Braun in den Sinn. „Ich hatte eigentlich keine Lust mehr, mit einer Band Musik zu machen. Ich war vorher Gitarrist in einer anderen Gruppe und wollte – wenn überhaupt – nur noch Bass spielen“, erzählt Braun.

„Valiant Viper“: Wiedersehen bei erster Probe

Schon bei der ersten Probe gab es ein Wiedersehen: Sie kannten Sängerin Verena Priesnitz. Gemeinsam mit Nikki Wittig, Oli Lambert und Christian Bott spielen die Musiker seitdem pro Jahr etwa ein Dutzend Konzerte in der Saar-Pfalz-Region. „Wir haben anfangs gesagt: Wir machen das nur zum Spaß. Aber das Ganze hat schnell eine starke Eigendynamik entwickelt“, erzählt Braun. 2026 stehe ein kleines Festival bei Mainz auf dem Terminkalender von „Valiant Viper“. „Da die Zwei“, Naumann zeigt auf Denis und Braun, „hier im Verein tätig sind, haben wir versucht, das Open Air wieder aufleben zu lassen. Unser erster Auftritt in der Futzy Ranch war ein Club-Abend im November 2022.“

Darauf folgten dann zwei Auftritte unter freiem Himmel in den Jahren 2023 und 2024. In diesem Jahr teilt sich „Valiant Viper“ die Bühne mit „X-Change“, die nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder vor großem Publikum auftreten. „Die haben wir wie Phönix aus der Asche gezogen“, beschreibt Naumann den Kontakt zu ihren Kollegen. „Wir haben einen unheimlich guten Draht zu anderen Bands. Da gibt es keine Rivalitäten, wie man das vielleicht noch von früher kennt. Wir machen Musik, um den Leuten einen geilen Abend zu kreieren. Da machen andere eben gerne mit“, sagt Gitarrist Denis.

Vorfreude auf den Höhepunkt des Jahres

„Ich sage immer: Wenn wir und das Publikum zwei Stunden Spaß haben, dann haben wir unseren Job gut gemacht“, fasst Michael Braun die Motivation der Musiker zusammen. Denis und Naumann können da nur nickend zustimmen. Stolz ist die Band auf ihre kleine Fangemeinde, die ihnen überall hin folgt, auch nach Reichweiler. „Die Zusammenarbeit zwischen Band und Verein ist sehr gut“, betont Braun.

Für eine gelungene Party sollen neben der Musik aber auch die passenden Getränke und Speisen sorgen, verrät Blum. Bei der Planung sei darauf geachtet worden, ausreichend Parkplätze für alle Anreisenden zur Verfügung zu stellen. Sowohl für die Naturfreunde Karrenberg als auch die Musiker sei der Auftritt in jedem Fall der Höhepunkt des Jahres.

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