Kreis Kusel Noch steht die Null bei Niederlagen

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ERDESBACH. Gähnende Langeweile droht zumindest mal nicht in der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern Nord. Einsame Höhenflüge sind nicht zu erwarten, auch vermeintliche Kellerkinder mucken auf – das verheißt noch Spannung. An der Spitze hat sich ein Quartett etabliert, in dessen Reihen es nun zu einer direkten Begegnung kommt: Die SG Erdesbach-Dennweiler-Oberalben ist am Sonntag (Anstoß 14.30 Uhr auf dem Hartplatz in Erdesbach) Gastgeber des jüngst entthronten Tabellenführers SG Föckelberg-Bosenbach.

Dritter gegen Zweiter – zugleich Duell des einzig noch unbesiegten Teams gegen die, zumindest sagt das die Statistik, bislang offensiv wie defensiv stärkste Mannschaft der Liga: „Das ist so eins dieser Sechs-Punkte-Spiele“, weiß Timo Bäcker natürlich um die durchaus wegweisende Bedeutung der Partie, wenn’s um die Positionslichter für die Winterpause geht. Bäcker ist Teil des Trainer-Tandems bei den „Föbos“. Und er gibt sich vor der Partie bei den mit zwei Zählern dünner ausgepolsterten „Edos“ (29 Punkte gegenüber 31) zuversichtlich: „Wir können auch mal eine Niederlage wegstecken – müssen danach aber wieder zeigen, dass es auch um einiges besser geht.“ Bäckers Trainerkollege Milos Odavic will das am Sonntag seinem Team ebenfalls klar machen: „Ich werde den Spielern noch mal ins Gedächtnis rufen, dass wir keine Spiele gewinnen, nur weil wir Föckelberg-Bosenbach heißen. Wir müssen uns jetzt auf unsere Tugenden zurückbesinnen.“ Die Tugend der „Edos“ scheint derzeit, aus jedem Spiel was Zählbares mitzunehmen. In 13 Spielen ist die Auswahl des Trainertrios Sascha Bottelberger, Marcel Heyd und Dominik Heyd unbezwungen geblieben. Und das soll so bleiben, wünscht sich Bottelberger: „Natürlich wollen wir ungeschlagen bleiben, klar auch, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, sieht der Trainer die günstige Gelegenheit, weiteren Boden gut zu machen, der bei weniger berauschenden Vorstellungen verloren gegangen ist. Wie in der Partie gegen Altenglan: „Da waren wir einfach schlecht“, will Bottelberger nicht drumrum reden. Mehr angetan war er da beispielsweise beim 5:1-Erfolg bei der SG Konken Etschberg: „50 Minuten haben wir da super gespielt – dann aber halt in den Sparmodus geschaltet.“ Na ja, bei einem solchen Spielstand dürfte das doch okay sein. Gegen die „Föbos“ dürfte es kaum so laufen. „Die haben zwei, drei ganz wichtige Spieler in ihren Reihen“, sagt Bottelberger mit Blick auf den zwei Zähler besser notierten Rivalen. „Wichtig ist, dass wir den Ronnie Vandre in den Griff kriegen und den Tim Gerhardt“, sieht der „Edo“-Coach einen wesentlichen Erfolgs-Schlüssel darin, den torgefährlichsten Akteuren der ohnehin offensivstarken, schon 47 Mal erfolgreichen Gästen besondere Aufmerksamkeit zu widmen. „Hinten sind sie, wie mir scheint, ein bisschen anfällig“, sieht Bottelberger eine Schwäche, die es zu nutzen gilt. Da kommt die Rückkehr von Pablo Sooß ganz recht. Fehlen werden dem Team aber weiterhin Steven Hess, Felix Weber und Max Gutensohn. Ein Wiedersehen mit ihren Ex-Vereinen feiern übrigens die Torhüter Nils Metzger („Edos“) und Johannes Liesenfeld, die bis Mai jeweils ein Gastspiel beim jeweils anderen Klub gegeben hatten. Zwei Niederlagen stehen bei den bislang führenden Gästen zu Buche. Vor Wochenfrist war die zweite fällig, als die Truppe beim VfB Reichenbach II leer ausging. Beim 1:2 habe aber auch der Unparteiische einen Beitrag geleistet, beim entscheidenden Treffer falsch entschieden, sagen Bäcker wie Odavic. „Das war ärgerlich. Aber ich muss schon sagen, dass die Reichenbacher durchaus verdient gewonnen haben. Die hätten die Sache zuvor schon klarmachen können, die Chancen dafür hatten sie“, stellt Odavic klar, dass sich die Gäste letztlich nur über die Fehlentscheidung an und für sich hätten aufregen müssen. „Wir waren schlecht“, findet Odavic im Rückblick klare Worte. „So wie in Reichenbach dürfen wir in Erdesbach auf keinen Fall auftreten“, fordert sein Trainerkollege denn auch umgehend eine merkliche Steigerung seiner Elf. Bäcker und Odavic wechseln sich bei den „Föbos“ damit ab, die Mannschaft im Spiel zu coachen, sie auf- und einzustellen. Odavic ist dieses Mal dran: „Kompakt stehen, zunächst mal die Null halten – und dann mal sehen. Wir sind offensiv so stark, dass wir dort auch zu Toren kommen werden“, gibt er die Marschroute für die bevorstehende Auseinandersetzung mit einem „richtig starken Gegner“ an. „Ich habe die ,Edos’ ganz oben erwartet“, sagt Odavic. „Und hätten sie nicht zu oft nur unentschieden gespielt, dann wären sie ja auch dort zu finden.“ (cha)

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