Schönenberg-Kübelberg
Neuer Aldi-Markt sowie Platz für Ärzte und Co.
Vor kurzem hat Wasgau angekündigt, seinem Markt an der Sander Straße eine Frischzellenkur zu verpassen – wohl 2024 soll der Umbau abgeschlossen sein. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich zudem ein neuer Edeka und ein Penny Markt sowie eine Filiale von Aldi. Das Unternehmen Aldi Süd will nun auf dem bestehenden Grundstück einen neuen, moderneren Markt errichten und außerdem ein Fachmarkt- und Dienstleistungszentrum betreiben.
Tobias Heck, Direktor der Projektentwicklung von Aldi SE & CO. KG, einer Unternehmensgruppe von Aldi Süd, hat das Vorhaben vergangene Woche dem Ortsgemeinderat vorgestellt. Gründe für den Neubau seien, dass die 2003 eröffnete Aldi-Filiale nicht mehr auf dem neuesten Stand sei und dass die Mitbewerber ebenfalls modernisierten und ihre Märkte vergrößerten.
Größere Verkaufsfläche
Das Unternehmen hat bereits Grundstücke von der Gemeinde und Privatpersonen gekauft, um das Projekt in die Tat umzusetzen. Insgesamt stehen nun knapp 14.800 Quadratmeter zur Verfügung (bisher: 8700). Der neue Markt – der jetzige soll während der Bauzeit geschlossen werden – wird im hinteren Teil des Geländes entstehen. Die Verkaufsfläche soll Heck zufolge von bisher 1038 auf 1250 Quadratmeter steigen. Unterm Strich soll die Präsentation der Waren ansprechender und die technische Ausstattung moderner und nachhaltiger werden, ergänzt Heck mit Blick auf die Kältetechnik, Heizung und Stromversorgung.
Der jetzige Aldi-Markt soll künftig ein Fachmarktzentrum sein. Darin werden neben der Drogeriemarktkette Rossmann – „mit denen arbeiten wir häufig zusammen“ – Geschäfte für Textilien, Schuhe und Babyartikel untergebracht. Für diese Sortimente gebe es aber noch keine konkreten Partner, sagte Heck. Eine Bäckerei mit Café solle ebenfalls einziehen.
Zeithorizont unklar
Ein dreigeschossiges Dienstleistungszentrum soll in Richtung Festwiesenstraße gebaut werden. Jedes Stockwerk hat den Plänen zufolge eine Fläche von 250 Quadratmetern. Das Erdgeschoss ist Heck zufolge für die Bereiche Friseur, Kosmetik und Juwelier vorgesehen, ins zweite und dritte Obergeschoss sollen Allgemein- und Fachärzte einziehen. Kontakt zu dem einen oder anderen Mediziner bestehe bereits. Ob das Dienstleistungszentrum am Ende in der Obhut von Aldi bleibt, ist laut Heck noch nicht gewiss: „Eventuell geben wir es an einen Partner ab.“ Um den erwarteten, stärkeren Kundenverkehr abzufangen, soll auch der Parkplatz vergrößert werden – 179 Stellplätze (bisher 112) sollen künftig zur Verfügung stehen.
Wann und ob das Vorhaben umgesetzt wird, ist noch unklar. Die Ortsgemeinde muss zuvor noch den Bebauungsplan in die Wege leiten.