Kusel Nach Unfall: Rodungsarbeiten an Bahnübergang – „Sichtdreieck“ soll frei werden
Die Kreisverwaltung wird am Bahnübergang „Zum Metternachtshof“ im Kuseler Industriegebiet entlang des Kuselbachs Bäume fällen lassen. An der Stelle war Mitte August ein Wagen mit einem Zug kollidiert, dabei kam ein Mädchen ums Leben, drei weitere Frauen in dem Fahrzeug wurden schwer verletzt. Die Rodung soll eine bessere Sicht auf herannahende Züge gewährleisten. Die Aufforderung zur „Freihaltung der Sichtdreiecke“ hat die Kreisverwaltung gut eine Woche nach dem Unfall von der Deutschen Bahn erreicht. Der Kreis sei für die Ufer des Gewässers zuständig, erläuterte Philipp Gruber im Kreisausschuss am Freitag.
Es sei freitags ein Ingenieurbüro gefunden worden, das die ökologische Betreuung der Maßnahme überprüft hat. Montags habe die zuständige Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd bereits die Arbeiten freigegeben. Am Freitag nun musste der Kreisausschuss entscheiden, welche Firma die Arbeiten übernimmt: eine Bahntochter oder ein anderes Unternehmen, das ein Angebot dafür abgegeben hat. Landrat Otto Rubly (CDU) sagte am Freitag: „Die Frage ist nicht, ob wir das machen, sondern wer das macht.“
Im Nachgang der Sitzung sagte Rubly, dass man sich für das günstigere Alternativangebot entschieden habe – dafür seien allerdings mit der Bahn noch Gespräche zu führen, „ob das für die Bahn infrage kommt“. Über die Angebotssummen wollte Rubly nicht sprechen, es gebe aber einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden sechsstelligen Angeboten.