Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Nach dem Abstieg geht der Blick beim TuS Schönenberg zuversichtlich nach vorne

TuS-Verteidiger Alexander Becker (links), der Schönenberg verlässt, versucht im Rückspiel gegen Wolfstein-Roßbach, die Flanke vo
TuS-Verteidiger Alexander Becker (links), der Schönenberg verlässt, versucht im Rückspiel gegen Wolfstein-Roßbach, die Flanke von Yannick Metzger zu verhindern. Schönenberg verlor mit 1:2.

Der TuS Schönenberg hat keine gute Bezirksligasaison hinter sich. Der Abstieg ist die Folge. Doch ein bekannter Trainer-Rückkehrer macht Mut für die neue Spielzeit.

Eine Saison zum Vergessen: Dem TuS Schönenberg ist der Klassenverbleib in der Bezirksliga Westpfalz nicht gelungen. Zu vieles passte nicht zusammen. Doch jetzt ruft alles nach einem Neuanfang: Dennis Göddel übernimmt wieder das Traineramt. Bei ihm handelt es sich um den Aufstiegstrainer, der große Aktien am Bezirksligaaufstieg vor rund zwei Jahren hält. Die Mannschaft fiebert dem A-Klasse-Auftakt entsprechend motiviert entgegen. Die Vorbereitungen sind bereits am vergangenen Wochenende gestartet.

Mit etwas Glück war dem TuS Schönenberg in der ersten Bezirksligasaison der Klassenverbleib gelungen. Denn ausgerechnet dem ehemaligen Kuseler Bezirksliga-Kollegen, dem SV Nanz-Dietschweiler, glückte der Aufstieg in die Landesliga über die Relegation – wodurch ein weiteres Plätzchen in der Bezirksliga zu vergeben war. Dieses wurde entsprechend der Tabellenkonstellation den Schönenbergern zugesprochen. Die damals so positive Leistungssteigerung in der Rückrunde versprach viel Rückenwind. Und die Vorbereitung auf die vergangene Saison wirkte vielversprechend. „Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gehabt“, blickt Maksim Ackermann zurück.

Verpatzter Start

Dann gab es vor Rundenbeginn gegen Reichenbach eine ordentliche 1:7-Klatsche im Südwestdeutschen Pokal. Das erste Ligaspiel endete mit einem Unentschieden gegen den FC Fehrbach. Der Ausgleich durch Fehrbach fiel erst in letzter Minute. Und es sollte nach diesem Spieltag auch nur noch ein weiterer Punkt zum Fehrbacher Konto hinzukommen. Mit zwei Punkten stieg der FC Fehrbach sang- und klanglos ab. Der vierte sowie fünfte Spieltag zeigte dann, in welche Richtung es für die Schönenberger gehen sollte. Gegen die FCK-Portugiesen unterlag man mit 2:3 – der Gegentreffer fiel wieder in Minute 90. Eine Woche darauf reiste der SV Gundersweiler an. Der Gast siegte mit 3:2 – Siegtreffer in Minute 85.

Den Schönenbergern blieb ein guter Saisonstart verwehrt. Und dann folgten weitere drei Niederlagen in Folge. Nach diesen gab es bei einem 2:0-Heimerfolg über Kindsbach einen Lichtblick – doch dieser währte nur kurz. Denn in der darauffolgenden Woche folgte ein 2:9-Debakel im Bezirksligaderby gegen Wolfstein-Roßbach. Es lässt sich also feststellen, dass der TuS nicht wirklich in Fahrt gekommen war. Und somit entschied sich Trainer Konrad Weis aus freien Stücken, das Amt weiterzugeben.

Trainerfrage schnell geklärt

Interimsweise übernahm Timo Molter – nebenbei noch als Vorstand aktiv – zusammen mit Maksim Ackermann das Amt. Ackermann war zwar nach wie vor Trainer der zweiten Garde. Doch die Trainingseinheiten fanden stets zusammen statt, wodurch sich die beiden Aufgaben gut kombinieren ließen. Schnell war klar, dass Dennis Göddel in diesem Sommer wieder zurückkehren sollte. Nach weiteren Übergangstrainern Ausschau zu halten, erachtete der TuS Schönenberg als sinnfrei – somit blieben Ackermann und Molter bis Saisonende an Bord. Das Ruder war allerdings nicht mehr herum zu reißen. Mit einem Rückstand von ganzen 13 Punkten an das rettende Ufer ging der TuS Schönenberg in die Winterpause.

Die Rückrunde führte zu keiner Besserung – im Gegenteil: Am Ende waren es 25 Punkte, die zum Klassenverbleib fehlten. 102-mal fing sich der TuS einen Gegentreffer. „Wir haben hinten viel zu viele Gegentore kassiert und die Buden vorne nicht gemacht“, bilanziert Ackermann. „Irgendwann war einfach die Luft raus.“

Positiver Ausblick

Der TuS Schönenberg ist gut darin, mit Rückschlägen umzugehen. Das hatte die erste Bezirksligasaison eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und auch in der aktuellen Situation geht es darum, positiv in die Zukunft zu schauen. „Die Jungs freuen sich auf die neue Saison und insbesondere auf die lokalen Derbys“, hält Ackermann fest. Passend dazu ist gerade der SV Kohlbachtal aus der B-Klasse Kusel-Kaiserslautern aufgestiegen. Dementsprechend positiv war auch die Saisonabschlussfeier. Dieser wohnten auch einige Schönenberger Zuschauer bei. „Es war ein guter Abschluss einer miserablen Saison, bei der das ein oder andere Kaltgetränk über die Lippen gegangen ist“, blickt Ackermann zufrieden zurück.

Alexander Becker hat sich dafür entschieden, zu seinem Heimatverein nach Gries zurückzukehren und wird nun nicht mehr für den TuS Schönenberg auflaufen. Ihm folgt Marvin Fischer zur selben Zielstation. Dafür wird Nachwuchs aus der eigenen Jugend hinzustoßen. An Samstag stand der Trainingsauftakt an. Göddel plante ein gemeinsames Beisammensein im Anschluss an die Wochenendeinheit.

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