Mackenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Brand: Bäckerei Dusch will Ende März die Öfen wieder anheizen

Noch wird kräftig gewerkelt. Die neuen Öfen (im Hintergrund) in der Mackenbacher Hauptstraße aber sollen zum Ende des Monats ers
Noch wird kräftig gewerkelt. Die neuen Öfen (im Hintergrund) in der Mackenbacher Hauptstraße aber sollen zum Ende des Monats erstmals in Betrieb gehen.

Seit 11. November ist bei der Bäckerei Dusch der Ofen aus. Damals war Christian Dusch und seinen Leuten in Wolfstein quasi unter ihrer Hände Arbeit die Backstube abgebrannt. Am künftigen Standort in Mackenbach sollen die brandneuen Öfen ab Ende März befeuert werden.

Vier Monate lang ist weder in Wolfstein noch sonstwo Teig gerührt worden, der sich zu einem Produkt der Landbäckerei Dusch weiterentwickelt hätte. Bei dem Feuer am frühen Morgen des 11. November vergangenen Jahres ist die Backstube der früheren Bäckerei schwer in Mitleidenschaft gezogen worden; dort die Arbeit wieder aufzunehmen, kam für Dusch nicht in Frage. Zumal der Standort ohnehin nicht ideal war: Die Landbäckerei betrieb Verkaufsstellen in Weilerbach und Reichenbach-Steegen, in Erfenbach und in Schopp. Alle Filialen waren also vom Produktionsort doch ein schönes Stück entfernt.

Die Bäckerei Schreck in Wolfstein war zum Jahresende 2017 erloschen. Karl Robert Schreck, Chef in dritter Generation, hatte den Betrieb – 1928 von seinem aus Rutsweiler stammenden Großvater Robert Herbert gegründet und 1932 nach Wolfstein verlegt – aus eigenem Antrieb heraus aufgegeben. Mit Jahresbeginn übernahm die Bäckerei Müller mit Sitz in Konken die Verkaufsräume. Die nicht mehr benötigte Backstube erkor dann Dusch zu seiner Produktionsstätte.

Plötzlich muss es schnell gehen

Recht klar war, dass dies keine Dauerlösung sein konnte. Die Firma liebäugelte damit, sich an einem anderen Standort neu aufzustellen. Der Brand hatte nun der Unternehmensführung die Entscheidung darüber abgenommen, wann die schon gereiften Bau- und Umzugspläne in die Tat umzusetzen seien.

Längst ist amtlich festgestellt, dass der Brand im November auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist. Das Feuer hatte sich entzündet, während in der Backstube Leute am Werk waren. Dumme Kommentare blieben dennoch nicht aus: Dass es süffisante Mutmaßungen über die mögliche Brandursache gegeben habe, hat Uwe Kadel bestätigt. Der kaufmännische Geschäftsführer der Bäckerei Dusch GmbH hatte aber auch von sehr viel Zuspruch berichtet. „Aber egal, was da einige sagen: Die Hauptsache ist, es ist damals keinem was passiert“, betonte der Geschäftsführer.

Belegschaft ist geblieben

Die Räume hatten immens Schaden gelitten. Zudem war die Produktionsstätte ohnehin nicht mehr auf dem Stand, den sich Dusch gewünscht hätte. So kam es, dass das bereits zuvor gereifte Projekt Neuansiedlung in Mackenbach gezwungenermaßen früher forciert wurde. Die leerstehenden Räume des früheren Einkaufsmarkts Steil hatte die Firma bereits im Auge. Seit die Baugenehmigung vorliegt, wird in dem Gebäudekomplex in der Hauptstraße schwer gewerkelt

Nachdem sich der erste Schreck gelegt hatte, haben Kadel, Dusch und ihre Leute in dem Ende der Wolfsteiner Tage auch die große Chance gesehen, jetzt schnellstmöglich Neues anzupacken. Die Belegschaft ist geblieben: „Wir sind stolz, dass wir niemanden entlassen mussten“, sagt Uwe Kadel, der die Anzahl der Mitarbeiter inklusive Aushilfen auf 24 beziffert. Die Zwangspause hätten die Betroffenen genutzt, um sich weiterzubilden: „Hygieneschulungen, Kundentraining, Fortbildung zu Sicherheitsbeauftragten“, nennt der für alle kaufmännischen Belange Verantwortliche Stichworte.

Backpremiere zum Monatsende vorgesehen

Alle vier Filialen sollen wieder öffnen. Das aber wird noch ein bisschen dauern. Zunächst mal soll gegen Monatsende Backpremiere sein. Das sei schon ambitioniert genug, wie Kadel meint. Er schätzt, dass die Testphase durchaus zwei, drei Wochen dauere. „Da wird es auch vorkommen, dass mal eine Produktion weggeworfen werden muss. Es muss sich einspielen“, erklärt er, dass die „hochmodernen Hi-Tech-Flächenbacköfen“ zuerst einmal „eingebrannt“ und dann die Nutzer damit vertraut gemacht werden müssen.

Kadel freut sich, dass sich der kräftig aufgemöbelte Mackenbacher Markt hell und freundlich präsentiere. „Das ist ja kein Loch, das ist richtig gut“, sieht er in den CO2-neutral gestalteten Räumen beste Voraussetzungen dafür, dass im zweiten Quartal möglichst auch der Verkaufsladen an Ort und Stelle öffnen kann. Erwogen wird, die Backwaren-Verkaufsstelle auch noch um ein Handelswaren-Sortiment des täglichen Bedarfs zu erweitern. „Wir wollen die Nahversorgung in Mackenbach sicherstellen“, hatte Kadel schon in einem früheren Stadium die Pläne auf den Punkt gebracht. Unter anderem sei vorgesehen, dass auch ein Metzger aus der Gegend das Geschäft beliefere, Seite an Seite mit der Bäckerei eine Verkaufsstelle betreibe.

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