Breitenbach
Mystische Figuren nicht mehr nur im Zauberwald
Der 62-Jährige hat die Figuren nicht gezählt, „es müssten etwa 50 sein, die mittlerweile im Wald und im Ort stehen“, sagt Weber. Hinter der Feuerwehr sei „der herrliche Florian“, am Buswendeplatz Figuren mit der Botschaft „Bleib gesund“ oder an der Schönbachtalhalle eine Art „Poseidon mit Mistgabel“, passend zum griechischen Restaurant Hellas in der Halle. Und für weiteren Nachschub ist gesorgt. „Ich habe noch einige fertige Figuren daheim“, ergänzt Weber.
Mehrere Diebstähle
Das Holz für seine Fantasiefiguren findet der 62-Jährige im Wald. Alte Wurzeln, Reststücke, die niemand braucht. „Ich habe aber vorab geklärt, dass ich die Stücke mitnehmen darf“, betont er. Zuhause werden die Stücke gründlich gereinigt, morsche Stellen entfernt, dann erhalten die Figuren Augen und Farbe, ehe sie an ihrem Zielort mit Schrauben auf alten Baumstümpfen befestigt werden. Seine Figuren sind Unikate, nichts von der Stange.
Sein Antrieb zu diesem Hobby sind die Freude an der Arbeit mit Holz – „schon mein Vater hat früher viel mit Holz gemacht“ – und vor allem, dass er anderen mit den Figuren eine Freude macht. Nun gibt es aber nicht nur Grund zur Freude. Denn zuletzt wurden drei von Webers Figuren gestohlen. „Eine davon war ’Fridolin’, ein Drache, der in der Nähe vom Schützenhaus stand“, sagt der 62-Jährige. Die Figuren seien regelrecht vom Sockel gerissen worden. Zur Anzeige habe er das nicht gebracht. „Die Leute hätten ja auch zu mir kommen können, dann hätte ich ihnen auch eine Figur gemacht“, äußert er sein Unverständnis. Ans Aufhören denkt Weber deshalb nicht. Nahezu täglich erhalte er positive Rückmeldungen. „Die Leute sagen mir, dass durch die Wesen der Wald aufgelockert wird.“