Wolfstein
MVZ-Anschubfinanzierung abgesegnet: Auch zukünftig Unterstützung für Mediziner
Das MVZ in Wolfstein ist Anfang Oktober 2020 an den Start gegangen. In den vorher laufenden Verhandlungen mit den Betreibern Heide und Thomas Schneider aus Rodenbach hatten Stadt und Verbandsgemeinde eine Anschubfinanzierung von sechs Monatsmieten zugesagt, insgesamt fast 13.000 Euro. Der Stadtrat Wolfstein hat bereits im Spätsommer beschlossen, seinen Teil von 8500 Euro zu stemmen. Zu Diskussionen war es im Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein gekommen. Die Frage: Gilt der Zuschuss als Maßnahme der Daseinsvorsorge oder als nicht rechtmäßige Wirtschaftsförderung?
Nach Rücksprache mit der Kommunalaufsichtsbehörde ist klar: Es ist Daseinsvorsorge und damit darf die VG ihren Beitrag von etwa 4300 Euro leisten. Der Haupt- und Finanzausschuss hat dem am Dienstagabend zugestimmt.
„Hoffentlich bald wieder“
Dabei wurde von Peter Stein, Freier Wähler und Ortsbürgermeister von Offenbach-Hundheim, die Frage aufgeworfen, wie zukünftig in ähnlichen Fällen verfahren wird. Immerhin schließt ein weiterer Hausarzt, Karl-Friedrich Resch in Jettenbach, seine Praxis. Bürgermeister Andreas Müller positionierte sich klar: „Wenn einer das bekommen hat, dann bekommen es andere auch.“ Genaueres sei dann im Einzelfall zu besprechen. „Wir können froh sein um jeden Arzt.“
Philipp Gruber, Freier Wähler und Ortsbürgermeister von St. Julian, ergänzte: „Wenn wir für dieses Geld einen Arzt bekommen, sollte es uns das Wert sein.“ Er hoffe, dass eine solche Entscheidung bald wieder anstehe, also ein neuer Arzt in die Verbandsgemeinde komme. Einen Imagefilm für die Werbung von Hausärzten zu erstellen, wie dereinst von der Kassenärztlichen Vereinigung empfohlen, sei deutlich teurer, betonte Müller.