Föckelberg Mit dem Wildpark auf dem Potzberg geht es weiter
In den Jahren 2020 und 2021 habe der Tierpark in der Hauptsaison jeweils drei Monate nicht öffnen dürfen. In diesem Jahr seien die Besucherzahlen gerade so gut gewesen, dass man über die Runden gekommen sei. Der heiße Sommer und anschließend der langanhaltende Regen habe eine bessere Bilanz verhindert. „Wenn es heiß ist, gehen die Leute lieber ins Schwimmbad“, sagt er.
Schauß will aber die Flinte nicht ins Korn schmeißen: „Der Wildpark ist mein Leben. Mir macht einfach die Arbeit mit den Tieren Spaß.“ Und er glaubt, dass der Wildpark eine Zukunft hat. Besucher kämen aus einem großen Umkreis, sogar aus der Vorderpfalz und aus Luxemburg. Der Wildpark sei „die“ Attraktion im Landkreis Kusel.
Zehn weitere Volieren
In den vergangenen Monaten hat Schauß acht weitere Volieren gebaut. Zehn weitere sollen noch errichtet werden. Die Baugenehmigung liegt vor.
Wann er sich an die Arbeit macht, sei noch nicht sicher, denn die neuen Volieren sollen nicht mehr aus Holz, sondern aus Stahl gefertigt werden. Die Stahlvolieren müssten nicht so oft repariert werden. Erst kürzlich habe er das Holz der größten Voliere für 15.000 Euro erneuern müssen. Doch da der Stahlpreis förmlich in die Höhe geschossen sei, werde er mit dem Bau der weiteren Volieren noch etwas abwarten.
Corona-Risiko zu groß
Normalerweise beginne jetzt die Werbung für die Tierweihnachten. Schauß habe aber „schweren Herzens“ entschieden, die Veranstaltung erneut abzusagen. Das Risiko sei ihm zu groß gewesen, dass die Politik wegen Corona neue Beschränkungen erlässt, der ganze finanzielle Aufwand und die Vorbereitungen für die Tierweihnachten am Ende vergebens sein würden, sagt er.
Die Tierweihnachten sind laut Schauß eine richtige Erfolgsgeschichte. Vor elf Jahren sei er auf die Idee gekommen, Tierweihnachten zu feiern, da in den Wintermonaten nicht viele Besucher gezählt wurden. Bei der ersten Veranstaltung seien es gerade einmal fünf Gäste gewesen. Er habe sich aber nicht entmutigen lassen und seine Beharrlichkeit sei auch belohnt worden: „Nach wenigen Jahren gingen die Besucherzahlen dann förmlich durch die Decke.“
Bei den Tierweihnachten gab es eine Rentierfütterung, Kinder konnten ein Friesenpferd reiten oder in einem Gehege Polarfüchse und Frettchen streicheln. Die Besucher durften zudem mit den Vögeln Falkner spielen. Der Gesangverein trug einige Weihnachtslieder vor. Den Abschluss bildete immer der Auftritt eines Weihnachtsmannes, der von einigen Rentieren begleitet wurde. Er beschenkte die kleinen Besucher.