Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Max Kirschbaum qualifiziert sich für die WM

Max Kirschbaum von der LG Ohmbachsee qualifizierte sich beim 100-Kilometer-Lauf in Amsterdam mit einer Zeit von 6:52:59 Stunden
Max Kirschbaum von der LG Ohmbachsee qualifizierte sich beim 100-Kilometer-Lauf in Amsterdam mit einer Zeit von 6:52:59 Stunden für die Weltmeisterschaft in Spanien.

Ultraläufer Max Kirschbaum hat mit einem eindrucksvollen Sieg beim 100-Kilometer-Lauf in den Niederlanden das Ticket für die Weltmeisterschaft gelöst.

Der 39-Jährige unterbot dabei die geforderte WM-Qualifikationszeit von 6:55 Stunden um zwei Minuten und lief nach 6:52:59 Stunden ins Ziel. Damit steht fest: Der Otterbacher von der LG Ohmbachsee wird Deutschland bei der WM am 20. September in Ames (Spanien) vertreten. Die Zusage erhielt er bereits von Bundestrainer André Collet, die offizielle Nominierung soll im Juli erfolgen. „Wir sind stolz auf diese Leistung und freuen uns, einen Läufer der Deutschen Nationalmannschaft zu stellen“, freute sich Carsten Heil, Vorstandsmitglied der LG Ohmbachsee. Für den 39-jährigen Kirschbaum ist es bereits die dritte WM-Teilnahme. Vor vier Jahren verhinderte eine Verletzung einen Start in Berlin, vor zwei Jahren musste er in Indien wegen einer Magenverstimmung aufgeben. Nun soll der dritte Anlauf endlich erfolgreich enden.

Die Vorbereitung auf den 100-Kilometer-Lauf verlief intensiv. Ende Februar gewann Kirschbaum einen 50-Kilometer-Lauf in Ubstadt-Weiher in 3:08 Stunden. Ende April folgte beim Globus-Marathon in St. Wendel ein starker zweiter Platz hinter dem Kenianer Dickson Kurui in 2:38 Stunden. Sein Trainingsalltag ist geprägt von Konsequenz: An Werktagen steht der Ultraläufer um 4 Uhr morgens auf und absolviert ein zweistündiges Programm, am Wochenende können die Einheiten auch über vier Stunden hinausgehen.

Schneller als erwartet

Der Lauf in Amsterdam führte durch den Amsterdamse Bos auf einem 2,38 Kilometer langen Rundkurs mit vielen Kurven. „Das kostet Zeit, besonders die vielen Richtungswechsel“, so Kirschbaum. Ursprünglich hatte er eine Zeit unter 6:55 Stunden als Ziel, reiste jedoch wegen des Streckenprofils mit gemischten Gefühlen an. Umso überraschender fiel das Ergebnis aus: Trotz der technisch anspruchsvollen Strecke blieb er deutlich unter der Norm.

„Auf einer schnellen Strecke wären sogar 6:40 Stunden möglich gewesen“, schätzt er. Das Rennen bot im Start- und Zielbereich „De Uitkijk“ in Amstelveen eine hervorragende Verpflegung und Organisation. Eine weitere Qualifikationschance in Paris am 4. Juli wäre zwar noch möglich gewesen, wurde jedoch nicht mehr benötigt. Bis zur WM plant der Pfälzer noch einen Start beim 24-Stundenradrennen am Nürburgring gemeinsam mit dem Eisenberger Marco Maurer im Zweierteam. Im Mittelpunkt steht jedoch vor allem eines: gesund bleiben und bei der WM in Spanien endlich das abrufen, was ihm in den vergangenen Jahren verwehrt blieb.

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